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Unternehmensnachrichten

Daimler-Chef - Zuversicht trotz zweiter Corona-Welle

FILE PHOTO: Ola Kaellenius, chairman of Daimler AG speaks during the presentation of the new Mercedes-Benz S-Class luxury sedan at the Daimler production plant in Sindelfingen near Stuttgart, Germany, September 2, 2020. REUTERS/Ralph Orlowski/File Photo

Frankfurt/Detroit (Reuters) - Daimler-Chef Ola Källenius bleibt trotz der zweiten Corona-Welle mit teilweisem Lockdown in Europa zuversichtlich bezüglich der Erholung des Automarktes.

China sei bereits zu sehr gesundem Wachstum zurückgekehrt, während Europa und die USA noch nicht so weit seien. Er sei “vorsichtig optimistisch”, sagte Källenius am Donnerstag auf einer digitalen Autokonferenz von Reuters. Mercedes-Benz habe gelernt, unter Pandemiebedingungen zu arbeiten. Kein Technologie- oder Fahrzeugprojekt habe verschoben werden müssen. “Hoffentlich kommt einer der Impfstoffe ins Spiel, dann sehen wir eine noch stärkere Stabilisierung des Marktes, und wir werden dann bereit sein”, ergänzte er.

Ende Oktober, kurz bevor in den großen europäischen Ländern wieder strengere Kontaktbeschränkungen verhängt wurden, hatte der Autobauer eine Jahresprognose mit einem operativen Gewinn auf Vorjahreshöhe von 4,3 Milliarden Euro gewagt. Anders als beim ersten Lockdown im Frühjahr sind die Autohäuser und Zulassungsstellen nicht geschlossen. In den Fabriken muss die Produktion nicht wieder heruntergefahren werden, da nach dem Stopp im Frühjahr Gesundheitsvorkehrungen getroffen wurden.

Källenius bekräftigte, mit dem Umschwung vom Verbrennungsmotor zu Elektroautos werde Daimler in den kommenden fünf Jahren “ein kleineres Unternehmen”. Dies betreffe in der Produktion die Antriebswerke und nicht die Montagefabriken. Erneut nannte Källenius keine Zahl, um wieviele Personen die Belegschaft von rund 300.000 Ende 2019 schrumpfen werde. Spekuliert wird über einen Abbau von 20.000 bis 30.000 Stellen weltweit. In diesem Jahr verließen bereits rund 7000 Beschäftigte das Unternehmen. Hinzu kommen rund 2000, die gegen Abfindung freiwillig ausscheiden. Gewerkschaft und Betriebsräte erklärten, in den Teile- und Motorenwerken Untertürkheim und Berlin sollten zusammen etwa 5000 Arbeitnehmer gehen.

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