for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up
Top-Nachrichten

Daimler-Chef sieht möglichen Verkauf von Thyssen Steel ins Ausland gelassen

The Mercedes-Benz logo is seen near the Daimler headquarters, as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Stuttgart, Germany, April 22, 2020. REUTERS/Andreas Gebert

Düsseldorf (Reuters) - Der Automobilkonzern und Stahlverarbeiter Daimler hat nach den Worten seines Vorstandschefs keine grundlegenden Bedenken gegen eine mögliche Übernahme deutscher Stahlkonzerne wie Thyssenkrupp Steel Europe durch Konkurrenten aus dem Ausland.

In der Globalisierung sollten nicht nur Waren und Dienstleistungen frei importiert und exportiert werden können, sagte Daimler-Chef Ola Källenius am Montagabend vor der Wirtschaftspublizistischen Vereinigung Düsseldorf (WPV) auf Nachfrage zu dem Thema. “Das Gleiche sollte grundsätzlich für Kapital gelten. Deswegen gibt es seit eh her Bewegung in alle Richtungen, wenn Unternehmen sich zusammenschließen und andere Unternehmen kaufen.” Daimler ist Kunde von Thyssenkrupp.

Es gebe vielleicht Industrien, die aus nationaler Sicht besonders geschützt werden sollten, sagte der Manager. Aber grundsätzlich würden durch die freie Bewegung von Kapital Arbeitsplätze geschaffen und auch Wirtschaftswachstum und Wohlstand unterstützt.

Thyssenkrupp Steel Europe hat ein Übernahmeangebot des britischen Konkurrenten Liberty Steel vorliegen. Dies trifft bei der IG Metal auf Ablehnung, Thyssenkrupp-Chefin Martina Merz hält sich alle Optionen für die schwächelnde Sparte offen. In der kommende Woche legt der Konzern die Zahlen für das vergangene Geschäftsjahr 2019/20 vor, das die Stahlsparte voraussichtlich mit tiefroten Zahlen abgeschlossen hat.

for-phone-onlyfor-tablet-portrait-upfor-tablet-landscape-upfor-desktop-upfor-wide-desktop-up