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Unternehmensnachrichten

Sparkassen wollen von Schleweis mehr Details zu Zentralinstitut

The sign of the Cologne-Bonn Sparkasse is pictured at the bank's headquarters in Bonn, Germany, April 8, 2019. REUTERS/Wolfgang Rattay

Frankfurt/Berlin (Reuters) - Die Sparkassen fordern von Sparkassenpräsident Helmut Schleweis mehr Details zu dem von ihm geplanten Zentralinstitut im öffentlichen Bankensektor.

Die Anteilseigner der DekaBank hätten Schleweis in ihrer Sitzung am Mittwoch gebeten, “das Zielbild für ein Zentralinstitut weiter zu verfeinern”, erklärte der Deutsche Sparkassen- und Giroverband (DSGV). Schleweis trommelt wegen der niedrigen Leitzinsen und des harten Wettbewerbs schon lange für ein Spitzeninstitut. Nach seinen Vorstellungen soll dafür eine Fusion der Fondgesellschaft Dekabank und der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) die Grundlage legen. Doch wegen der unterschiedlichen Interessen der Eigner muss er dabei erhebliche Widerstände überwinden.

An der Deka sind die knapp 400 deutschen Sparkassen über ihre regionalen Verbände beteiligt. Eigner der Helaba sind neben den Sparkassen in Hessen und Thüringen auch die beiden Bundesländer. Im Dezember hatte der Deka-Verwaltungsrat nur grünes Licht gegeben, eine vertiefte Zusammenarbeit mit der Helaba zu prüfen. Nun hieß es, es solle auch eine Fusion mit der Helaba ausgelotet werden. Die Anteilseigner der DekaBank “haben den Auftrag des Verwaltungsrats bestätigt, zu prüfen, wie ein Nukleus für ein Sparkassen-Zentralinstitut durch eine vertiefte Zusammenarbeit bis hin zu einer Zusammenführung von DekaBank und Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba) geschaffen werden könnte”, erklärte der DSGV. Die Gespräche mit der Helaba sollten auf dieser Grundlage fortgesetzt werden.

Ob es tatsächlich zu einer Fusion von Deka und Helaba kommt, steht in den Sternen. Umstritten ist etwa, welche Teile in ein gemeinsames Institut eingebracht werden sollen, wie die Kosten verteilt werden und wie das Geschäftsmodell aussehen soll.

Nach Schleweis’ Vorstellungen soll ein Sparkassen-Spitzeninstitut die Produkt- und Leistungspalette der Geldhäuser dort ergänzen, wo dies einzelne Sparkassen nicht sinnvoll aus eigener Kraft können. Dies betreffe etwa die Betreuung vermögender Kunden, den Zahlungsverkehr und das Auslandsgeschäft. Zudem soll sich das Institut im Rahmen von Konsortialkrediten an größeren Darlehen beteiligen.

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