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Unternehmensnachrichten

Deka erwartet 2020 Gewinnrückgang von bis zu 30 Prozent

A banker makes a phone call next to the logo of Deka Investments department of German Sparkasse savings banks in Duesseldorf, Germany, April 27, 2016. REUTERS/Wolfgang Rattay

Frankfurt (Reuters) - Der Gewinn der Sparkassen-Fondsgesellschaft Deka ist wegen einer kräftig erhöhten Vorsorge für mögliche Kreditausfälle im ersten Halbjahr geschrumpft.

Das wirtschaftliche Ergebnis fiel um 27 Prozent auf 162,5 Millionen Euro, wie die Dekabank am Mittwoch mitteilte. Auch im Gesamtjahr sei mit einem Gewinnrückgang zu rechnen, das Ergebnis dürfte gegenüber den 434 Millionen Euro im Vorjahr “aus heutiger Sicht durchaus 20 bis 30 Prozent” niedriger ausfallen, sagte Vorstandschef Georg Stocker. Eine Wiederaufnahme der im März wegen der Corona-Krise auf Eis gelegten Fusionsgespräche mit der Helaba zeichnet sich nicht ab. “Es ist die Pause-Taste gedrückt”, sagte er. “Wir beschäftigen uns jetzt mit der Krise.”

Angesichts der Zahlen der Landesbank Hessen-Thüringen (Helaba), die im ersten Halbjahr einen Verlust vor Steuern von 274 Millionen Euro einfuhr, dürfte die Begeisterung für die ohnehin umstrittenen Fusionspläne nicht gerade zugenommen haben. Sparkassen-Chef Helmut Schleweis sieht in einem Zusammenschluss von Deka und Helaba den Kern eines Sparkassen-Zentralinstituts, für das er seit Jahren trommelt. An der Deka sind die rund 380 deutschen Sparkassen über ihre regionalen Verbände beteiligt. Eigner der Helaba sind neben den Sparkassen in Hessen und Thüringen auch die beiden Bundesländer.

Auch wenn sich die Deka deutlich besser als die Helaba schlägt, spürt auch die Fondsgesellschaft die Folgen der Corona-Krise. Die Risikovorsorge im Kredit- und Wertpapiergeschäft versechsfachte die Deka im ersten Halbjahr auf 68,9 (Vorjahr: 11,4) Millionen Euro, zudem wurde die pauschale Vorsorge für andere mögliche Risiken um 50 Millionen Euro aufgestockt.

Wie bei vielen Konkurrenten florierte auch bei der Fondsgesellschaft der Sparkassen im ersten Halbjahr das Wertpapiergeschäft, der Absatz von Fonds und Zertifikaten hat sich im ersten Halbjahr auf 14,5 (6,7) Milliarden Euro mehr als verdoppelt. Viele Kunden hätten die niedrigen Kurse nach dem Absturz der Finanzmärkte im Frühjahr genutzt, um zuzukaufen, sagte Stocker. Dennoch schrumpfte das Provisionsergebnis - die wichtigste Einnahmequelle der Deka - um 2,5 Prozent auf 576,7 Millionen Euro. Hier habe sich unter anderem der Einbruch der Aktienkurse im März negativ ausgewirkt.

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