May 16, 2018 / 9:25 AM / 3 months ago

Neuer Deutsche-Börse-Chef Weimer legt beim Management die Axt an

Frankfurt (Reuters) - Der Sparkurs des neuen Deutsche-Börse-Chefs Theodor Weimer wird auch das Management des Börsenbetreibers treffen.

Theodor Weimer, new CEO of German stock exchange Deutsche Boerse AG, waits for his speech to inform the media about the planned renovations at the trading floor of Frankfurt's stock exchange in Frankfurt, Germany, January 29, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach

“Wir machen auch vor der Management-Ebene nicht Halt. Wir werden dort bis zu 50 Stellen abbauen, um die Organisation effizienter und agiler zu machen”, sagte Weimer am Mittwoch laut Redetext auf der Hauptversammlung des Finanzkonzerns in Frankfurt. Wie viele Stellen bei der Börse mit ihren derzeit rund 5500 Mitarbeitern insgesamt wegfallen werden, sagte er nicht. Einem Medienbericht zufolge könnten es etwa 300 sein.

Einsparen will Weimer ab 2020 jährlich 100 Millionen Euro, um Investitionen in Wachstum und Technologie des Unternehmens aus eigenen Mitteln stemmen zu können. Kosten wird ihn das einmalig rund 200 Millionen Euro - der Betrag soll vor allem im laufenden Jahr anfallen. Parallel zum Stellenabbau will Weimer in anderen - zukunftsträchtigeren - Bereichen auch Personal einstellen. “Wenn wir unsere Wachstumsziele wie geplant erfüllen, werden wir trotz des geplanten Personalabbaus über die nächsten Jahre eine dreistellige Zahl neuer Stellen schaffen.” Zuletzt hat Weimer bereits den Vorstand umgebaut und die zweite Managementebene ausgedünnt.

Wachsen will die Börse unter Weimer vor allem durch den Ausbau von fünf Bereichen: Festverzinsliche Wertpapiere, Energieprodukte, Währungen, Dienste für Investmentfonds sowie Daten und Indizes, erklärte der frühere Investmentbanker, der den Konzern seit Jahresbeginn führt. Weimer bekräftigte vor den Aktionären, dass er - im Gegensatz zu seinem Vorgänger Carsten Kengeter, der mit dem Versuch einer Übernahme der Londoner Börse LSE gescheitert war - keine größeren Übernahmen oder Fusionen plant. “Transformatorische Transaktionen bei denen wir nicht die Mehrheit danach halten oder der Sitz des Unternehmens nicht mehr in Hessen liegt, sind für uns keine Option.”

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