August 24, 2009 / 3:13 PM / 9 years ago

Staatsanwälte brauchen in Deutsche-Bank-Datenaffäre mehr Zeit

Frankfurt (Reuters) - Die Frankfurter Staatsanwaltschaft entscheidet wohl frühestens Mitte September über Ermittlungen in der Datenaffäre bei der Deutschen Bank.

“Wir brauchen noch einige Wochen”, sagte eine Sprecherin der Behörde am Montag. Einige Betroffene würden noch angehört. Ursprünglich hatte die Sprecherin Ende August als möglichen Termin in Aussicht gestellt. Der Staatsanwaltschaft liegt eine Strafanzeige eines Bespitzelungsopfers vor, des kritischen Bankaktionärs Michael Bohndorf. Zudem haben die hessischen Datenschützer Hinweise auf mögliche Rechtsverstöße bei den Spitzelaktionen gefunden und die Staatsanwaltschaft informiert.

Bohndorf ist nach Angaben des Instituts eine von vier Personen, die Detektive im Auftrag der Deutschen Bank ausgespäht haben. Bei ihm ging es darum, Verbindungen zum Lager des Medienunternehmers Leo Kirch herauszufinden. Der Aktionär lebt auf der spanischen Insel Ibiza und überzieht das Frankfurter Geldhaus wie auch Kirch seit Jahren mit Klagen.

Eine von der Deutschen Bank beauftragte Anwaltskanzlei spricht von rechtlich bedenklichen Aktivitäten der Detekteien. Darüber seien aber weder aktuelle Vorstände noch Aufsichtsräte informiert gewesen. Unterhalb der Vorstandsebene wurden der Leiter der Investor-Relations-Abteilung und der Chef der deutschen Konzernsicherheit entlassen. Parallel läuft eine Sonderuntersuchung der Finanzaufsicht BaFin.

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