August 8, 2018 / 8:19 AM / 10 days ago

Regulierer offen für über mehrere Jahre gültige Porto-Erhöhung

Düsseldorf (Reuters) - Die Bundesnetzagentur steht einer Erhöhung des Brief-Portos in einem größeren, für mehrere Jahre gültigen Schritt offen gegenüber.

A postman of German mail services Deutsche Post AG delivers mail in Hanau, Germany, June 2, 2018. REUTERS/Kai Pfaffenbach

“Wir erwägen, das in ähnlicher Weise wieder zu tun”, sagte ein Sprecher der Bonner Regulierungsbehörde am Mittwoch. Die Agentur hatte zuletzt vom Jahr 2016 an höhere Briefpreise für einen Zeitraum von drei Jahren gebilligt. Sie wollte damit im Sinne der Verbraucher verhindern, dass die Post in vielen kleinen Schritten höhere Preise einführt. Anfang 2019 will die Deutsche Post nun wieder an der Preisschraube drehen. Post-Chef Frank Appel hatte erst am Dienstag gesagt, ein neues Briefporto solle für einen längeren Zeitraum als nur ein Jahr gelten. Auch die Bundesnetzagentur sehe in einem solchen Modell Vorteile.

Die Post hatte das Porto für das Massenprodukt Standardbrief zuletzt Anfang 2016 für drei Jahre von 62 auf 70 Cent erhöht - damals die größte Steigerung seit 1989. Aktuell wird eine Erhöhung auf bis zu 80 Cent erwartet. Den Rahmen für teurere Briefe muss aber die Bundesnetzagentur abstecken. Der Regulierer berücksichtigt dabei auch Inflation und Personalkosten - er dürfte dem Bonner Konzern also Spielraum für ein höheres Porto einräumen. Eine Entscheidung über den Preisrahmen wird im Herbst erwartet. Die Post kann dann innerhalb dieser Vorgabe Preiserhöhungen für die Briefpreise vorschlagen, der Regulierer entscheidet danach endgültig. Die neuen Preise für die Verbraucher gelten dann vom kommenden Jahr an.

Die Post will aber nicht nur beim Brief mehr verlangen. Auch Pakete werden teurer - dies betrifft auch große Unternehmen wie Online-Händler, deren Lieferungen die Post zustellt. Der Post-Chef zieht damit auch Konsequenzen aus einem Gewinnrückgang in der Brief- und Paketsparte. Der operative Ertrag war hier im zweiten Quartal um 60 Prozent eingebrochen.

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