May 12, 2020 / 10:12 AM / 16 days ago

Post hofft auf Normalisierung in der Corona-Krise

An employee works at a distribution centre of German postal and logistics group Deutsche Post DHL in Rodgau near Frankfurt, Germany, December 19, 2019. Picture taken December 19, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski

Düsseldorf (Reuters) - Die Deutsche Post sieht in der Corona-Krise erste Hoffnungszeichen.

Nach dem Geschäft in China steuere nun auch Europa auf eine Normalisierung zu, sagte Post-Chef Frank Appel am Dienstag in Bonn. Im ersten Quartal hatten die Krise und das Aus für den Elektrotransporter Streetscooter den Gewinn der Bonner einbrechen lassen. Unter dem Strich erwirtschaftete die Post einen Konzerngewinn nach Anteilen Dritter von 301 (Vorjahr: 746) Millionen Euro. Der Umsatz legte von Januar bis März um 0,9 Prozent auf 15,5 Milliarden Euro zu. Der Konzern hatte bereits Anfang April seine Prognose für 2020 gekippt. Weiter gültig ist indes das Mittelfrist-Ziel eines operativen Ergebnisses (Ebit) von mindestens 5,3 Milliarden Euro für 2022. Springe der Welthandel wieder an, werde das auch der Post Schub geben, betonte Appel: “Wir halten die Weltwirtschaft am Laufen.” Post-Aktien legten knapp vier Prozent auf 27,81 Euro zu.

Der Ausbruch der Corona-Pandemie und das Herunterfahren ganzer Volkswirtschaften rund um den Globus zu ihrer Eindämmung trifft auch die Logistik-Branche hart. Internationale Lieferketten stehen unter Druck, das belastet Konzerne, die die Warenströme zwischen Kontinenten und Staaten transportieren. Auch die Post-Konkurrenten FedEx und UPS haben ihre Prognose für das laufende Jahr über Bord geworfen.

Appel sieht die Post mit ihrem breiten Angebot von Logistik- Dienstleistungen von Expresslieferungen über Luft- und Seefrachttransport bis hin zu Brief und Paket gut aufgestellt. Auf die Sparten hat die Corona-Krise unterschiedliche Auswirkungen. In Deutschland boomt etwa das Paket-Geschäft, weil die Verbraucher aufgrund der Einschränkungen des öffentlichen Lebens immer mehr Waren im Internet bestellen. Um die Osterfeiertage registrierte der Konzern Paketmengen, wie sie sonst nur an Weihnachten anfallen. Appel geht davon aus, dass sich das Online-Wachstum fortsetzt. Um der Paket-Flut Herr zu werden, hat die Post rund 4000 neue Mitarbeiter eingestellt. Rückgänge verbuchte der Konzern dagegen im Briefgeschäft. Auch im April lasteten die Folgen der Krise noch auf den Ergebnissen, sagte Finanzchefin Melanie Kreis. Wie es weitergehen werde, sei nicht vorauszusagen. “Wir werden den Sturm meistern”, sagte sie.

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