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Unternehmensnachrichten

Post prüft wegen Brexit höhere Preise für Express-Sendungen

A Deutche Post and DHL sign stands in front of the Bonn Post Tower, the headquarters of German postal and logistics group Deutsche Post DHL in Bonn March 11, 2015. REUTERS/Wolfgang Rattay (GERMANY - Tags: BUSINESS LOGO)

Düsseldorf (Reuters) - Kunden der Post-Tochter DHL müssen vor dem Hintergrund des Brexit ab dem Jahreswechsel mit deutlich höheren Preisen für Express-Sendungen nach Großbritannien rechnen.

Dann falle für das Vereinigte Königreich nach aktuellen Planungen der Deutschen Post ein Preisaufschlag von mindestens fünf Euro pro Express-Sendung an, sagte ein Sprecher des Bonner Konzerns am Dienstag. Diese Gebühr könne aber angepasst werden, wenn sich die Umstände noch wesentlich ändern sollten. “DHL Express weist darauf hin, dass das Vereinigte Königreich am 31. Dezember 2020 die Europäische Zollunion verlässt”, sagte der Sprecher weiter: “Aufgrund der damit verbundenen Kosten wird ab 1.1.2021 für alle zollpflichtigen Sendungen in und aus dem Vereinigten Königreich ein Zuschlag verrechnet.”

Das Vereinigte Königreich ist Ende Januar aus der EU ausgetreten. Bis Jahresende gilt noch eine Übergangsphase, in der die künftigen Beziehungen etwa im Bereich Handel geklärt werden sollen. Gelingt keine Einigung, droht ein ungeregelter Brexit mit ungewissen Folgen für die Wirtschaft.

Für 2021 plant DHL Express dem Sprecher zufolge zudem Preiserhöhungen von durchschnittlich 4,9 Prozent im Vergleich zum Vorjahr. Für Geschäftskunden bei DHL Paket dreht der Konzern ebenfalls an der Preisschraube. Details zu den neuen Preisen in diesem Geschäft wollte eine Sprecherin nicht nennen. Ab einer Sendungsmenge von 3000 Paketen im Jahr verhandelt die Post die Preise individuell mit ihren Firmenkunden.

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