March 4, 2020 / 1:09 PM / 24 days ago

Dialog Semiconductor will Corona-Delle schnell überwinden

Dialog semiconductor logo is pictured at a company building in Germering near Munich, Germany August 15, 2016. REUTERS/Michaela Rehle

Berlin/München (Reuters) - Der Chip-Entwickler Dialog Semiconductor will schnell wieder über die Folgen des Coronavirus hinwegkommen.

Der Umsatz werde im ersten Quartal auf 220 bis 250 (Vorjahr: 295) Millionen Dollar zurückgehen, unter anderem weil die Vertragshersteller in China die Ferien nach dem Neujahrsfest wegen dem Virus-Ausbruch verlängern mussten und Kunden in China kaum kauften, teilte das schwäbisch-britische Unternehmen mit. Derzeit liege die Produktion in China aber schon wieder bei 50 bis 60 Prozent der Kapazität, sagte Vorstandschef Jalal Bagherli am Mittwoch der Nachrichtenagentur Reuters. “Bis Ende März sollten wir den 100 Prozent wieder näher kommen.” Dialog Semiconductor produziert seine Chips nicht selbst.

Die Zuversicht trieb die zuletzt gebeutelte Aktie um fast vier Prozent nach oben.

Bisher sei nicht abzusehen, dass die Nachfrage von Kunden wie dem iPhone-Riesen Apple zurückgehe, sagte Bagherli. Er gehe davon aus, dass vom zweiten Quartal an alles normal laufe und die Lieferketten wieder nahtlos funktionierten. Für das Gesamtjahr rechnet der Dialog-Chef mit einem Umsatzrückgang um rund 15 Prozent gegenüber den 1,42 Milliarden Dollar von 2019. Rechnet man das vor einem Jahr an Apple verkaufte Geschäft mit Schaltkreisen zur Steuerung des Stromverbrauchs in älteren iPhones heraus, soll aber ein Umsatzplus von rund 15 Prozent zu Buche stehen. Die Mehrumsätze durch die kürzlich angekündigte, 500 Millionen Dollar teure Übernahme der kalifornischen Adesto Technologies sind in die Prognose nicht eingerechnet.

Damit hat sich an den Erwartungen nichts geändert. Dialog setzt sowohl auf die Mobilfunkbranche als auch auf das “Internet of Things” für industrielle Anwendungen, aber auch Privatkunden. “Die aufgestaute Nachfrage für die Produkte, die wir angekündigt haben, bleibt hoch”, sagte der Vorstandschef. Die Bruttomarge, die im vierten Quartal dank höherer Lizenzumsätze und niedrigerer Fertigungskosten auf den Rekordwert von 50 Prozent gestiegen war - und damit stärker als erwartet -, soll sich in diesem Jahr nochmals leicht verbessern. Von Oktober bis Dezember lag der Umsatz mit 381 Millionen Dollar in der oberen Hälfte der Prognose (350 bis 390 Millionen), aber zwölf Prozent unter Vorjahr. Das Betriebsergebnis brach wegen des Umsatzrückgangs und höherer Fixkosten aber um 30 Prozent auf 53,7 Millionen Dollar ein.

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