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Unternehmensnachrichten

Ehemaliger Audi-Chef Stadler vor Gericht - Prozess beginnt

Rupert Stadler, the former CEO of Volkswagen's Audi brand, is surrounded by the media as he arrives for his trial in Munich charged with fraud in connection with an emissions cheating scandal in Munich, Germany, September 30, 2020. REUTERS/Andreas Gebert

München (Reuters) - Fünf Jahre nach der Aufdeckung des Dieselskandals hat der erste Prozess gegen Manager des Volkswagen-Konzerns vor einem deutschen Gericht begonnen.

Prominentester der vier Angeklagten vor dem Landgericht München ist der ehemalige Audi- Vorstandschef Rupert Stadler. Die Staatsanwaltschaft wirft dem 57-Jährigen, dem früheren Entwicklungschef Wolfgang Hatz sowie zwei weiteren Audi-Ingenieuren Betrug, mittelbare Falschbeurkundung und strafbare Werbung vor. Stadler und Hatz hatten die Vorwürfe zurückgewiesen.

Der Prozess findet in einem Gerichtssaal im Münchner Gefängnis Stadelheim statt. Die Marke mit den vier Ringen rückte zu Stadlers Ankunft nicht ins Bild: Er fuhr in einem anthrazitfarbenen Mercedes vor. Das Gericht hat mehr als 180 Verhandlungstage angesetzt, so dass sich das Verfahren bis Ende 2022 ziehen könnte.

Die Manipulationen waren im September 2015 in den USA aufgeflogen. Volkswagen gab auf Druck der US-Umweltbehörden zu, Diesel-Abgase durch eine Software manipuliert zu haben. Diese erkannte, ob sich ein Auto auf dem Prüfstand befand. Nur dann hielt es die vorgeschriebenen Stickoxidwerte ein. Auf der Straße waren die Werte um ein Vielfaches höher. Die Staatsanwaltschaft legt Stadler zur Last, dass er dem Verkauf von Neuwagen nach der Aufdeckung der Manipulationen nicht sofort gestoppt hat. 2018 saß er für mehr als vier Monate in Untersuchungshaft und verlor seine Posten als Audi-Chef und im Volkswagen-Vorstand. Audi ist im VW-Konzern für die Entwicklung großer Motoren verantwortlich.

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