October 1, 2018 / 6:19 AM / 2 months ago

CDU-Arbeitnehmer - Für Diesel-Probleme müssen Autobauer zahlen

Karl-Josef Laumann, presidency member of Germany's conservative Christian Democratic Union (CDU), delivers his speech during the party convention at the fairground in Leipzig, November 14, 2011. The CDU will hold its annual party meeting until November 15. REUTERS/Kai Pfaffenbach (GERMANY - Tags: POLITICS)

Berlin (Reuters) - Für die Lösung der Diesel-Abgasprobleme sollten nach Auffassung des CDU-Arbeitnehmerflügels in erster Linie die Autohersteller zahlen.

Was die Instrumente angehe, um das Diesel-Problem zu lösen, äußerte sich am Montag der Vorsitzende der Christlich-Demokratischen Arbeitnehmerschaft (CDA) Karl-Josef Laumann im Deutschlandfunk offen auch für eine Prämie zum Umtausch älterer Diesel-Fahrzeuge in schadstoffärmere neue. “Es ist ja nichts gegen eine Umtauschprämie zu sagen”. Es müsse aber auch eine technische Nachrüstung geben. Was die Kostenfrage angehe, so müsse man sehen, dass die Autobauer falsche Abgaswerte in die Fahrzeugpapiere geschrieben hätten. “Und das kann man auch Betrug nennen”. Daher müssten in erster Linie die Autobauer zahlen.

“Sie müssen nachrüsten”, forderte Laumann von den Autobauern. Das heiße, sie müssten sehr viel Geld in die Hand nehmen, um ihre Kunden schadlos zu stellen. Zum Berichten, dass die Autobauer nur 80 Prozent der Kosten übernehmen wollten, erklärte Laumann: “Ich bin ganz sicher, dass sie auch mit diesen 80 Prozent nicht durchkommen werden.” Mann könne nicht auch noch den Betrogenen an den Kosten beteiligen. Ganz ausschließen wollte Laumann nicht, dass nicht am Ende doch Steuergelder fließen werden, auch wenn der CDU-Arbeitnehmerflügel das ablehne. “Ich schließe gar nichts aus.”

Im Streit über die Abgasprobleme älterer Diesel-Autos will die Koalition bei einem Spitzen-Treffen am Montagabend Klarheit schaffen. Aufgrund hoher Stickoxid-Belastungen drohen in vielen Städten Fahrverbote. Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) setzt vor allem auf einen Austausch der Fahrzeuge, während Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) darauf besteht, dass auch die Möglichkeit einer technischen Nachrüstung angeboten wird.

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