November 8, 2018 / 10:46 AM / 12 days ago

Weiter keine Eingung im Streit um Diesel-Nachrüstung

A diesel fuel nozzle is seen attached to a car at a Shell petrol station in Berlin, Germany October 22, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Hamburg (Reuters) - Eine Einigung über die Kosten einer technischen Nachrüstung älterer Dieselautos ist weiter nicht in Sicht.

Während Daimler einem Magazinbericht zufolge bereit sein soll, die vollen Kosten von 3000 Euro je Hardware-Nachrüstung zu übernehmen, sperren sich Volkswagen und BMW weiter. “Wir haben das nicht angeboten”, sagte ein Volkswagen-Sprecher. Die Gespräche mit Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) dazu liefen noch. Das “Manager-Magazin” hatte zuvor berichtet, auch Volkswagen habe eingelenkt und sei nun bereit, wie von der Politik gefordert die Kosten je Hardware-Nachrüstung komplett zu übernehmen. Später änderte das Magazin den Online-Bericht. Danach war nur noch von Daimler die Rede.

Wie Volkswagen verwiesen auch Daimler und BMW auf die noch laufenden Verhandlungen beim Diesel-Gipfel in Berlin. Daimler wollte sich nicht zu den Einigungsaussichten äußern. Während Daimler-Boss Dieter Zetsche an dem Spitzentreffen bei Bundesverkehrsminister Scheuer teilnahm, blieben sowohl Volkswagen-Chef Herbert Diess auch Harald Krüger, Vorstandsvorsitzender von BMW, den Beratungen fern und schickten Vertreter.

Volkswagen und Daimler hatten eine Finanzierung von 80 Prozent der Kosten in Aussicht gestellt, aber gleichzeitig Zweifel an der Wirksamkeit einer Nachrüstung geltend gemacht. Sie favorisieren die bereits vereinbarten Tauschprämien, um ältere Diesel von der Straße zu bekommen. Bundesverkehrsminister Scheuer wollte alle drei Autobauer bei dem Diesel-Gipfel zur Übernahme der Kosten für eine Nachrüstung älterer Diesel überzeugen, um Fahrverbote in Städten zu verhindern. Bundesumweltministerin Svenja Schulze hatte ebenfalls Zugeständnisse der Autoindustrie gefordert. Die Autohersteller hätten bei dem Treffen “die Chance, ihrer Verantwortung gerecht zu werden und verlorenes Vertrauen wiederherzustellen”, sagte die SPD-Politikerin der “Rheinischen Post”. “Sie haben gesamtgesellschaftlich etwas gutzumachen.”

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