October 1, 2018 / 5:49 AM / 3 months ago

Grünen-Politiker - Diesel-Nachrüstung unumgänglich

FILE PHOTO: Protests against Germany's "Dieselgate" in front of Germany's Federal Ministry of Transport and Digital Infrastructure where ministers and car executives hold a meeting to agree ways to cut inner-city pollution to try to stave off bans on diesel cars and restore the tarnished reputation of the country's auto industry in Berlin, Germany, August 2, 2017. REUTERS/Hannibal Hanschke/File Photo

Berlin (Reuters) - Führende Grünen-Politiker haben kurz vor der Entscheidung der Bundesregierung zum Umgang mit dem Diesel-Abgasproblem noch einmal für die Nachrüstung schmutziger Fahrzeuge plädiert.

Für ihn sei klar, “dass wir eine Hardware-Nachrüstung für alle Fahrzeuge brauchen”, sagte Grünen-Vize-Fraktionschef Oliver Krischer am Montag im ARD-Morgenmagazin. Ähnlich äußerte sich sein Parteifreund, der baden-württembergische Verkehrsminister Winfried Hermann, im Deutschlandfunk. Beide warfen den Autobauern vor, bei den Diesel-Abgaswerten “getrickst und getäuscht” sowie mit den Grenzwerten gespielt zu haben. Daher stehe die Industrie in der Verantwortung, auch was die Nachrüstungskosten angehe.

Krischer und Hermann kritisierten Verkehrsminister Andreas Scheuer (CSU) scharf. Wenn der für eine Umtauschprämie kämpfe, mit der ältere Diesel-Autos in schadstoffärmere neue getauscht werden könnten, dann betätige er sich quasi als Verkaufsagent der deutschen Autoindustrie, sagte Krischer. Hermann warf der Regierung vor, es gehe ihr offenbar mehr darum, die deutsche Automobilindustrie zu schützen als die Bürger. “Es gibt klare Grenzwerte, die einzuhalten sind ... und die Politik muss dafür sorgen, dass sie allgemeine Regeln schafft für alle”, forderte er. Und nach diesen Regeln müssten sich alle richten, auch die ausländischen Autobauer.

Im Streit über die Abgasprobleme älterer Diesel-Autos will die Koalition bei einem Spitzen-Treffen am Montagabend Klarheit schaffen. Aufgrund hoher Stickoxid-Belastungen drohen in vielen Städten Fahrverbote. Scheuer setzt vor allem auf einen Austausch der Fahrzeuge, während Umweltministerin Svenja Schulze (SPD) darauf besteht, dass auch die Möglichkeit einer technischen Nachrüstung angeboten wird.

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