September 27, 2018 / 11:30 AM / 3 months ago

Deutsche Umwelthilfe attackiert Diesel-Nachrüstpläne der Regierung

Juergen Resch, head of the German environmental help group (Deutsche Umwelthilfe) gives a statement to the media at Germany's federal administrative court after the court decided whether German law provides a legal basis for cities to ban diesel cars to help reduce air pollution, in Leipzig, Germany, February 27, 2018. REUTERS/Fabrizio Bensch

Berlin (Reuters) - Die Deutsche Umwelthilfe (DUH) hält trotz der Nachrüst-Option die Diesel-Pläne der Bundesregierung für unzureichend.

Verkehrsminister Andreas Scheuer wolle offenkundig nur drei Modelle der Euro-5-Norm mit Katalysatoren nachrüsten lassen, bemängelte DUH-Chef Jürgen Resch am Donnerstag in Berlin. Es gehe in seinem Konzept nur um den VW-Passat, den 3er BMW und die C-Klasse von Mercedes. “Das ist der plumpe Versuch einer Eingrenzung der Kosten.” Technisch seien weit mehr Autos nachrüstbar. Zudem wolle die Regierung die Nachrüstung nur in elf besonders mit Stickoxid (NOx) belasteten Regionen fördern. Dies sei unfair gegenüber den übrigen Diesel-Besitzern. Die Umrüstung sei bei einem Großteil der Flotte technisch machbar und bezahlbar. Die Bundesregierung will am Freitag bei einem Spitzentreffen im Kanzleramt eine Lösung in der Diesel-Frage.

Resch sagte, dass die technische Nachrüstung umfassend möglich sei, habe sich auch in der Expertengruppe gezeigt, die die Regierung beim Dieselgipfel vor fast einem Jahr eingesetzt habe. Es sei ein Skandal, dass diese Gruppe ihre Ergebnisse nicht habe vortragen können. Sitzungen seien immer wieder mit fadenscheinigen Gründen abgesagt worden. Zuletzt sei ein Treffen für Freitag zur Vorstellung der Ergebnisse geplant gewesen, was jetzt auch geplatzt sei. Im Koalitionsvertrag war festgelegt worden, dass die Nachrüst-Frage im Lichte der Ergebnisse der Experten entschieden werde soll. Das Verkehrsministerium erklärte dagegen, in der Expertengruppe habe es keine gemeinsame Position in der Nachrüstfrage gegeben.

Die DUH ist in der Arbeitsgruppe selbst vertreten wie auch die Autoindustrie. Mit Klagen gegen Verstöße gegen die NOx-Grenzwerte bis zum Bundesverwaltungsgericht hat die DUH Diesel- Fahrverbote in einer Reihe von Städten auf den Weg gebracht. Nachdem dies auch für Frankfurt angekündigt wurde, hatte Kanzlerin Angela Merkel Verkehrsminister Scheuer beauftragt, ein Konzept inklusive Nachrüstungen vorzulegen. In Hessen wird im Oktober gewählt.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below