April 11, 2018 / 5:39 AM / 8 months ago

CSU-Landesgruppenchef Dobrindt kritisiert EZB-Präsident Draghi

Alexander Dobrindt of the Christian Social Union (CSU) outside the Christian Democratic Union (CDU) headquarters in Berlin, Germany, February 7, 2018. REUTERS/Axel Schmidt

Berlin (Reuters) - CSU-Landesgruppenchef Alexander Dobrindt hat die Politik von EZB-Präsident Mario Draghi scharf kritisiert.

Man könne den Eindruck bekommen, Draghi beherrsche “geldpolitische Illusionskünste”, sagte Dobrindt den Zeitungen der Funke-Mediengruppe (Mittwochsausgaben). “Mir hat sich nie erschlossen, wie das funktionieren soll - Schulden mit Schulden zu bekämpfen.” Bundesbank-Präsident Jens Weidmann habe das mal beschrieben als “zu nah an der Staatsfinanzierung durch die Notenpresse”, führte Dobrindt aus. Draghi trägt damit zu einer “schleichenden Enteignung der Sparer” und zur Schaffung einer neuen Immobilienblase bei. “Die EZB sollte sich wieder auf ihre Kernaufgabe konzentrieren und die heißt Geldwertstabilität.”

Auf die Frage, ob er sich Weidmann als neuen EZB-Präsidenten wünsche, sagte Dobrindt, er werde jetzt keine Empfehlungen abgeben. “Aber vielleicht kann man im Umfeld der Bundesbank einen geeigneten Kandidaten finden”, fügte der Politiker hinzu. Weidmann gilt als der wahrscheinlichste Kandidat Deutschlands für die Neubesetzung des Posten des EZB-Präsidenten im kommenden Jahr, sollte sich die Bundesregierung für diese Spitzenposition starkmachen. Draghis Amtszeit endet im Herbst 2019.

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