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Unternehmensnachrichten

DZ Bank macht fast zwei Drittel weniger Gewinn

Frankfurt (Reuters) - Die Corona-Krise hat bei der DZ Bank tiefe Spuren hinterlassen.

Der Gewinn vor Steuern fiel im ersten Halbjahr um 62 Prozent auf 557 Millionen Euro, wie das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken am Freitag mitteilte. Eine höhere Vorsorge für Kreditausfälle und Bewertungseffekte belasteten das Ergebnis. Co-Vorstandschef Cornelius Riese zeigte sich zufrieden, dass der Konzern nach einem Vorsteuerverlust von rund 130 Millionen Euro zu Jahresbeginn im zweiten Quartal wieder schwarze Zahlen schrieb. “Unsere Aufstellung als breit diversifizierte Allfinanzgruppe hat sich dabei erneut als stabilisierend erwiesen und zu der Ergebniswende im zweiten Quartal substanziell beigetragen.”

Zu dem Konzern gehören neben der DZ Bank unter anderem die Bausparkasse Schwäbisch Hall, die R+V Versicherung, die Fondsgesellschaft Union Investment und der Immobilienfinanzierer DZ HYP. Die hohe Nachfrage nach Krediten in der Corona-Krise ließ den Zinsüberschuss des Konzerns im ersten Halbjahr um 13 Prozent auf 1,51 Milliarden Euro wachsen, der Provisionsüberschuss habe vor allem wegen des guten Geschäftsverlauf bei Union Investment um knapp zehn Prozent auf 1,05 Milliarden zugelegt.

MILLIARDENGEWINN AUßER REICHWEITE

Das reichte jedoch nicht aus, um die Belastungen aus der Corona-Krise wettzumachen: Die Risikovorsorge verfünffachte sich auf 522 (Vorjahr: 105) Millionen Euro, insbesondere der Schiffsfinanzierer DVB musste seine Vorsorge aufstocken. Zudem schlugen Bewertungseffekte, insbesondere im Staatsanleihenportfolio der DZ HYP sowie im Kapitalanlageergebnis der R+V Versicherung, ins Kontor.

“Im operativen Geschäft nehmen wir eine anhaltend große Nachfrage wahr”, sagte Riese. Eine steigende Zahl von Unternehmensinsolvenzen und eine Rückkehr der Turbulenzen an den Finanzmärkten könnten das Ergebnis jedoch belasten. “Vor diesem Hintergrund gehen wir für das zweite Halbjahr von einem weiteren Ergebnisanstieg aus, ein Milliarden-Ergebnis wird jedoch im Geschäftsjahr 2020 voraussichtlich nicht erreichbar sein.” Im vergangenen Jahr hatte das Spitzeninstitut der Volks- und Raiffeisenbanken noch 2,7 Milliarden Euro vor Steuern verdient und für 2020 vor dem Ausbruch der Corona-Pandemie einen Vorsteuergewinn von gut 1,5 Milliarden in Aussicht gestellt.

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