January 31, 2020 / 10:01 AM / 2 months ago

Einzelhändler erwarten 2020 elftes Wachstumsjahr in Folge

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Berlin (Reuters) - Die deutschen Einzelhändler rechnen 2020 mit dem elften Wachstumsjahr in Folge.

Der Umsatz dürfte um 2,5 Prozent auf rund 557 Milliarden Euro zulegen, wie der Branchenverband HDE am Freitag in Berlin prognostizierte. “Die gesamtwirtschaftlichen Rahmenbedingungen für den Konsum sind weiterhin gut”, sagte HDE-Hauptgeschäftsführer Stefan Genth. 2019 war jedoch noch ein Plus von 3,2 Prozent herausgesprungen. Immer wichtiger für den Einzelhandel wird das Onlinegeschäft: Es soll um neun Prozent auf 63 Milliarden Euro steigen. “Der Online-Handel wird somit Wachstumstreiber bleiben - auch in den Folgejahren”, so Genth.

Das Weihnachtsgeschäft lief aus Sicht des Einzelhandels “unter dem Strich zufriedenstellend”: Der Umsatz legte im November und Dezember 2019 zusammen um 2,5 Prozent zum Vorjahreszeitraum zu. Die Umsatzmarke von 100 Milliarden Euro wurde mit 101,9 Milliarden Euro wie gewünscht geknackt. Die Adventswochenenden liefen demnach gut, aber in der Woche war das Geschäft laut HDE eher verhalten.

Bei der Umsatzerwartung für 2020 ist dem Branchenverband zufolge noch Luft nach oben: “Wir sind konservativ in der Prognose. Wir würden uns freuen, wenn es besser laufen würde. Es gibt schließlich keinen Grund für Verbraucher zu sparen.”

SORGE UM LAGE IN INNENSTÄDTEN

Allerdings treibt der Wandel in der Branche den Verband zunehmend um. Daten des HDE zeigen, dass die Kunden seltener in Geschäften und Läden einkaufen und dafür mehr Geld im Internet ausgeben. In der Folge verlor der stationäre Einzelhandel seit 2010 insgesamt 39.000 Standorte. “Damit geraten ganze Innenstädte in Schieflage. Händler, Politik und Gesellschaft sind gefordert, die Innenstädte zu retten und müssen an einem Strang ziehen”, so Genth.

Damit die Händler am Standort Innenstadt weiterhin erfolgreich bleiben könnten, seien passende Rahmenbedingungen gefordert. Dabei gehe es nicht ohne eine gut ausgebaute Infrastruktur wie Straßen, Fahrradwege und öffentlichen Personennahverkehr. Außerdem fordert der HDE verlässlichere Regeln für die Sonntagsöffnung: “Wenn der Handel stirbt, sterben Stadtzentren und damit ein Stück Heimat”, mahnte Genth.

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