31. August 2017 / 06:58 / vor 3 Monaten

Einzelhändler starten eher verhalten in zweites Halbjahr

Berlin (Reuters) - Die deutschen Einzelhändler sind mit durchwachsenen Umsatz-Zahlen in das zweite Halbjahr gestartet.

People shop in the Bogner outlet store in Metzingen, Germany, June 16, 2017. REUTERS/Michaela Rehle

Ihre Einnahmen fielen im Juli um 1,2 Prozent zum Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Auch preisbereinigt (real) ergab sich ein Minus in dieser Höhe. Zum Vorjahr legten die Einnahmen zwar real um 2,7 Prozent zu, doch fiel der Zuwachs nicht so hoch aus wie von Experten erwartet. Diese hatten ein Plus von 3,5 Prozent auf dem Zettel. Der Handelsverband HDE spricht dennoch von einem guten Ergebnis: “Damit setzt die Branche ihre erfolgreiche Entwicklung fort. Ursache ist vor allem die gute Lage auf dem Arbeitsmarkt.” Der HDE peilt für das laufende Jahr weiterhin einen um zwei Prozent höheren Umsatz an.

Von Januar bis Juli hatten die Händler laut Berechnungen der Wiesbadener Statistiker nominal 4,6 Prozent mehr in den Kassen als im Vorjahreszeitraum. Die Löhne von rund 17 Millionen tariflich Beschäftigten in Deutschland waren im Frühjahr so stark gestiegen wie seit 2011 nicht mehr.[nL8N1LG1I9] Das sorgt für Kaufkraftgewinne. Auch die Stimmung der Verbraucher ist gut: Das von den Nürnberger Marktforschern der GfK erhobene Barometer für das Konsumklima stieg im August den fünften Monat in Folge und erreichte den höchsten Stand seit Oktober 2001.[nL8N1LE2X0] Zugleich ist die Arbeitslosigkeit rückläufig: Klammert man jahreszeitliche Einflüsse aus, verringerte sich die Erwerbslosenzahl im August zum Vormonat um 5.000.[nL8N1LH1WO]

Ökonomin Ulrike Kastens vom Bankhaus Sal. Oppenheim sieht vor diesem Hintergrund weiter gute Perspektiven für den Einzelhandel: “Es läuft alles rund. Daran ändern auch die Einzelhandelszahlen im Juli nichts. August und September werden sicherlich eine Gegenbewegung bringen. Das heißt: Der private Konsum wird auch im dritten Quartal zum Wachstum beitragen.” Kauffreudige Verbraucher hatten mit dafür gesorgt, dass das Bruttoinlandsprodukt (BIP) im Frühjahr um 0,6 Prozent zulegte.

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