August 31, 2018 / 6:52 AM / 3 months ago

Einzelhandel macht Verschnaufpause - Umsatzminus im Juli

File photo of shoppers resting with their purchases in downtown Hanover June 19, 2012. Robust private consumption helped Germany eke out meagre growth in the first quarter, compensating for declines in both exports and investment, and is likely to remain a pillar of support for Europe's largest economy this year. Germany's gross domestic product (GDP) rose by 0.1 percent on the quarter and shrank by 1.4 percent on the year, final seasonally adjusted data from the Statistics Office confirmed May 24, 2013. REUTERS/Fabian Bimmer/Files (GERMANY - Tags: BUSINESS) - RTR34FO1

Berlin (Reuters) - Die deutschen Einzelhändler sind mit einem Umsatzrückgang ins zweite Halbjahr gestartet.

Sie zählten im Juli 0,9 Prozent weniger in den Kassen als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Freitag mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es einen unerwarteten Rückgang von 0,4 Prozent. Von Reuters befragte Ökonomen hatten hier mit einer Stagnation gerechnet, nachdem es im Juni noch ein Plus von 0,9 Prozent gegeben hatte.

Dennoch steuert der Einzelhandel auf sein neuntes Wachstumsjahr in Folge zu. Von Januar bis Juli nahm der Umsatz um 3,0 Prozent zu, real um 1,4 Prozent. “Die Rahmenbedingungen für den Konsum sind nach wie vor gut”, sagte der Hauptgeschäftsführer des Branchenverbandes HDE, Stefan Genth. “Die Situation auf dem Arbeitsmarkt ist sehr positiv.”

Die Branche profitiert von der Rekordbeschäftigung, höheren Löhnen, niedrigen Zinsen und der guten Kauflaune der Deutschen. Allerdings zehrte die Inflation im zweiten Quartal die Tariferhöhungen komplett auf. Das von den GfK-Forschern ermittelte Konsumbarometer fiel im September auf den schlechtesten Wert seit mehr einem Jahr, bleibt aber überdurchschnittlich gut. “Nach dem guten zweiten Quartal sieht es konsumseitig zurzeit nach einer Pause aus”, sagte der Chefvolkswirt des Bankhauses Lampe, Alexander Krüger.

Verbandsvertreter Genth betonte: “Insbesondere der Online-Handel entwickelte sich überdurchschnittlich und war einmal mehr Wachstumstreiber für die gesamte Branche.” Er schaffte im Juli ein Wachstum von 8,7 Prozent, während der Facheinzelhandel mit Lebensmitteln auf ein Plus von 2,8 Prozent kam. Dagegen schrumpfte das Geschäft mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf um 3,7 Prozent. Der sonstige Einzelhandel - zu dem etwa Waren- und Kaufhäuser zählen - meldete einen Umsatzrückgang von 3,1 Prozent.

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