October 1, 2018 / 6:25 AM / in 3 months

Handel schwächelt - "Zollstreit und Koalitionskrise belasten"

People walk through the Mall of Berlin shopping centre during its opening night in Berlin, September 24, 2014. REUTERS/Thomas Peter/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH ÒBUSINESS WEEK AHEAD 5 SEPTEMBERÓ FOR ALL IMAGES

Berlin (Reuters) - Die Geschäfte der deutschen Einzelhändler liefen im August schlechter als erwartet.

Sie zählten zwar 0,3 Prozent mehr in den Kassen als im Vormonat, wie das Statistische Bundesamt am Montag mitteilte. Preisbereinigt (real) gab es allerdings einen überraschenden Rückgang von 0,1 Prozent. Ökonomen hatten hier mit einer Wachstum von 0,4 Prozent gerechnet, nachdem es bereits im Juli ein Minus von 1,1 Prozent gegeben hatte. Die Koalitionskrise und der Handelsstreit mit den USA und hätten die Verbraucher verunsichert, erklärte der Branchenverband HDE. Dennoch steuert der Einzelhandel auf sein neuntes Wachstumsjahr in Folge zu. Von Januar bis August nahm der Umsatz um 3,0 Prozent zu, real um 1,4 Prozent. Die Branche profitiert von Rekordbeschäftigung, höheren Löhnen und niedrigen Zinsen, die für gute Kauflaune sorgen.

“Das wirtschaftliche Umfeld für den Konsum ist nach wie vor hervorragend”, sagte der Präsident des Hauptverbandes des Deutschen Einzelhandels (HDE), Josef Sanktjohanser. “Viele Verbraucher aber sind wegen der Zollstreitigkeiten mit den USA und den vielen offen ausgetragenen Konflikten in der Bundesregierung verunsichert.” Die Politik müsse deshalb jetzt auf allen Ebenen für Stabilität und Verlässlichkeit sorgen. Der Wirtschaftsstandort Deutschland könne sich eine Bundesregierung, die von einer Krise zur nächsten taumele, nicht länger leisten.

Besonders gut liefen im August die Geschäfte für Apotheken und mit kosmetischen, pharmazeutischen und medizinischen Produkten. Hier wuchs der Umsatz um 5,5 Prozent. Der Internet- und Versandhandel steigerte seine Einahmen um 3,0 Prozent. Dagegen schrumpfte das Geschäft mit Einrichtungsgegenständen, Haushaltsgeräten und Baubedarf um 0,8 Prozent.

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