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Inlandsnachrichten

Stromlobbyverband BDEW - Immer mehr E-Ladepunkte - Aber zu wenig E-Autos

A traffic sign pointing to a parking site for electric vehicles is pictured in Ostfildern near Stuttgart, Germany, August 19, 2019. Picture taken August 19, 2019. REUTERS/Ralph Orlowski

Düsseldorf (Reuters) - Die Zahl der öffentlich zugänglichen Ladepunkte für Elektrofahrzeuge in Deutschland ist der Energiewirtschaft zufolge auf 33.107 gestiegen.

Seit April seien damit mehr als 5300 hinzugekommen - ein Plus von 19 Prozent, teilte der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft (BDEW) am Dienstag mit. Jede zehnte Anlage sei ein Schnelllader. Die Energiewirtschaft, die rund 80 Prozent der Ladepunkte stelle, gehe dabei massiv in Vorleistung. Stromtankstellen rechneten sich aufgrund der derzeit niedrigen E-Auto-Anzahl immer noch nicht.

Erst vor wenigen Tagen hatte die Automobilwirtschaft mehr Tempo beim Ausbau der E-Ladesäulen gefordert. “Meine große Sorge ist, dass der Ausbau der Ladeinfrastruktur nicht vorankommt”, hatte die Chefin des Verbandes der Automobilindustrie (VDA), Hildegard Müller, erklärt. Für das Ziel der Bundesregierung, bis 2030 eine Million öffentliche Ladepunkte im Land zu haben, müssten ab sofort wöchentlich 2000 in Betrieb gehen - zehn Mal so viele wie zuletzt, fügte sie hinzu.

Die Energiewirtschaft verwies nun darauf, dass laut einer Hochrechnung des BDEW aktuell rund 240.000 vollelektrische Fahrzeuge und 200.000 Plug-In-Hybride auf deutschen Straßen zugelassen seien. Plug-in-Hybride würden allerdings in der Regel zu nicht einmal 50 Prozent elektrisch fahren. Für eine wirtschaftliche Auslastung der rund 33.100 Ladepunkte wären nach Berechnungen des Stromlobbyverbands mindestens 550.000 vollelektrische Fahrzeuge erforderlich. “Trotz des erfreulichen Anstiegs an Neuzulassungen reicht die Zahl an E-Fahrzeugen also noch nicht aus, um einen wirtschaftlichen Betrieb der Ladeinfrastruktur sicherzustellen. Wir brauchen einen zeitlich und technisch aufeinander abgestimmten Hochlauf von E-Autos und der notwendigen Ladeinfrastruktur”, forderte die Vorsitzende der BDEW-Hauptgeschäftsführung, Kerstin Andreae. Es sei notwendig, auf einem Elektromobilitätsgipfel alle Themen zu besprechen.

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