February 25, 2014 / 4:59 PM / 5 years ago

Hendricks gegen weiteren Ausbau des Biosprit-Anteils

Barbara Hendricks, designated German Environmental Minister of the Social Democratic Party (SPD) attends a news conference in Berlin, December 15, 2013. Germany's Social Democrats voted overwhelmingly in favour of joining a "grand coalition" with Chancellor Angela Merkel's conservatives on Saturday, clearing the way for a new right-left government that will take office on Tuesday. REUTERS/Fabrizio Bensch (GERMANY - Tags: POLITICS HEADSHOT) - RTX16JIY

Berlin (Reuters) - Bundesumweltministerin Barbara Hendricks will dem umstrittenen Biosprit in Deutschland und der EU keine größere Rolle mehr zubilligen.

Der Anteil am Treibstoffmix in Europa solle bei fünf Prozent gedeckelt werden, sagte die SPD-Politikerin der “tageszeitung” (Mittwochausgabe) laut Vorabbericht. “Es gibt ernste Hinweise darauf, dass Biokraftstoffe am Ende zu einer schlechteren Ökobilanz führen.” Zudem gebe es weltweit auch nicht genug Flächen für den Anbau. Sie könnten nur eine Übergangslösung sein. Deutschland hatte schon gebremst, den Anteil auf 6,25 Prozent beschränkt und auf eine geplante weitere Erhöhung verzichtet. Umgesetzt wird die Quote durch ein Gesetz, das die Mineralölkonzerne zwingt, eine bestimmte Menge Biosprit mitzuverkaufen.

Sogenannter Biosprit aus Soja, Palmöl oder Raps ist seit längerem umstritten: Zum einen wird kritisiert, der Anbau könne den von Nahrungsmitteln verdrängen und diese so verteuern, was besonders für Ärmere kritisch sei. Zum anderen gilt auch deren Bilanz für den Klimaschutz als fragwürdig.

Zugleich war eine Debatte in der EU entbrannt: Ende vergangenen Jahres hatte die litauische Ratspräsidentschaft ein Ziel von sieben Prozent bis 2020 verankern wollen. Damals hätte es Deutschland mitgetragen, eine Einigung kam jedoch nicht zustande. Osteuropäische Länder plädieren eher für eine höhere Quote, Westeuropa bremst dagegen. Die EU-Kommission hatte zunächst eine Deckelung von fünf Prozent befürworten, das EU-Parlament sprach sich für sechs Prozent aus.

Hoffnungen liegen für die Zukunft auf der zweiten Generation von Biotreibstoff: Mit “Biomass to Liquid” (BTL) sollen Reststoffe wie Stroh in Treibstoff umgewandelt werden. Hier soll die Ökobilanz dann deutlich besser ausfallen.

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