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DIHK-Präsident - Ökostrom-Pläne von Union und SPD bringen wenig
11. November 2013 / 13:22 / vor 4 Jahren

DIHK-Präsident - Ökostrom-Pläne von Union und SPD bringen wenig

Berlin (Reuters) - Der von Union und SPD angekündigte Umbau der Ökostrom-Förderung findet in der Wirtschaft wenig Applaus.

“Die Vereinbarungen zur Energiewende bringen nur leichte Verbesserungen am status quo, sind aber weit von einer echten Reform entfernt”, sagte der Präsident des Deutschen Industrie- und Handelskammertags (DIHK), Eric Schweitzer, am Montag der Nachrichtenagentur Reuters. “Um Wirtschaft und Verbraucher kurzfristig zu entlasten, sollten Union und SPD sich darauf einigen, die Stromsteuer zu senken.”

Die Kostensteigerung insbesondere durch die Umlage für erneuerbare Energien werde nur gedämpft, aber bei weitem nicht gestoppt. Auch fehle ein Szenario für einen schrittweisen Ausstieg aus der Förderung erneuerbarer Energien. Eine kombinierte Vermarktung von grünem und konventionellen Strom sei weiter nicht möglich. “Zudem bleibt die Unsicherheit, wie es mit den Ausnahmeregelungen für energieintensive Unternehmen weitergeht”, kritisierte Schweitzer.

Der Verband der Industriellen Energie- und Kraftwirtschaft (VIK) äußerte sich ebenfalls zurückhaltend. “Man kann erkennen, dass die Politik den Standort Deutschland wettbewerbsfähig halten will”, sagte VIK-Sprecher Roland Schmied. “Die Kosten müssen in den Griff bekommen werden. Das kann so nicht weitergehen.” Es ist aber noch nicht klar, wie das alles am Ende genau ausgestaltet werden solle. “Die Details werden wir uns dann noch genau anschauen müssen”, sagte Schmied.

Angesichts steigender Preise im Zuge der Energiewende haben Union und SPD in den Koalitionsverhandlungen einen radikalen Umbau der Ökostrom-Förderung beschlossen. In einem ersten Schritt soll Windenergie deutlich weniger Hilfen erhalten. Alle Betreiber von Ökostrom-Anlagen müssen sich zudem vom bisherigen System der auf Jahre garantierten, festen Abnahmepreise Zug um Zug verabschieden.

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