March 4, 2011 / 6:21 AM / 8 years ago

Kartellamt warnt vor Zersplitterung der Energienetze

High-voltage power lines and electricity pylons are pictured during sunset near the southern German city of Ulm, November 7, 2006. REUTERS/Alexandra Beier

Berlin (Reuters) - Im Streit zwischen Stadtwerken und den großen Energiekonzernen hat das Bundeskartellamt vor einer Zersplitterung der Strom- und Gasnetze gewarnt.

“Die Netze sind durchreguliert. Sie sind kein Vehikel, um damit lokale Energiepolitik zu betreiben”, sagte Kartellamtspräsident Andreas Mundt dem “Handelsblatt” (Freitagausgabe) laut Vorabbericht.

Ein Nebeneinander vieler kommunaler Netzbetreiber sei auch mit Blick auf den Wettbewerb auf dem Strommarkt problematisch. Gerade neue Stromanbieter, die auf die Nutzung fremder Netze angewiesen seien, würden darunter leiden, sagte Mundt. “Sie beklagen sich schon heute, der Umgang mit einer großen Zahl unterschiedlicher Netzbetreiber sei schwierig.”

Dagegen sei die Rekommunalisierung im Erzeugungsbereich wünschenswert, sagte Mundt, die Stadtwerke könnten hier mehr machen. Positiv bewertete er den Einstieg von fünf Stadtwerken bei der bisherigen Evonik-Tochter Steag. Leider seien Stadtwerke in vielen Fällen durch den Gesetzgeber daran gehindert, über ihre Gemeindegrenzen hinaus zu gehen und zuzukaufen, sagte Mundt. “Es wäre schön, wenn sich das aufbrechen ließe.”

Das Kartellamt hatte im Februar die Übernahme der Energie-Tochter des Essener Evonik-Konzerns durch kommunale Versorger genehmigt.

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