December 30, 2019 / 3:18 PM / a month ago

Solarbranche wieder in Schwung - Stärkster Ausbau seit 2012

General view of photovoltaic (solar) panels near Munich, Germany August 24, 2016. REUTERS/Michaela Rehle

Berlin (Reuters) - Die Solarbranche in Deutschland kommt nach schwächeren Jahren wieder in Schwung.

2019 seien Photovoltaik-Anlagen mit einer Leistung von knapp vier Gigawatt auf Dächern und Freiflächen gebaut worden, teilte der Bundesverband Solarwirtschaft (BSW) am Montag mit. Das sind rund 30 Prozent mehr als 2018, wo es knapp drei Gigawatt waren. Zwischen 2013 und 2017 hatte der Bau nach einer Kürzung und Umstellung der Förderung durchschnittlich nur bei 1,8 Gigawatt gelegen. Die Leistung von Solaranlagen wuchs damit im zweiten Jahr zufolge schneller als die von Wind an Land. Diese Branche ist in der Krise, da es an Akzeptanz für neue Windräder fehlt. In diesem Jahr wird hier nur mit neuer Leistung von höchstens 1,5 Gigawatt gerechnet.

Die Solarenergie profitiert dagegen laut BSW nicht nur von der hohen Akzeptanz, sondern auch von sinkenden Preisen für die Anlagen sowie auf der anderen Seite höheren Stromtarifen. BSW-Hauptgeschäftsführer Carsten Körnig sagte, er freue sich zwar über die Belebung. Diese reiche aber nicht aus, um die Klimaziele der Regierung zu erreichen. “Wir werden diese Lücken schließen können, wenn wir das Ausbautempo verdreifachen.” Wenn die erneuerbaren Energien nicht deutlich schneller ausgebaut würden, werde wegen des Atom- und Kohleausstiegs ab Mitte der 20er Jahre eine Erzeugungslücke klaffen.

Solarenergie trägt derzeit etwa neun Prozent des Stromverbrauchs, Windenergie an Land als wichtigste erneuerbare Energie etwa 18 Prozent.

Die Bundesregierung peilt im Rahmen des Klimapaktes an, dass bis 2030 noch etwa 1,7 Gigawatt Leistung bei Windenergie an Land jährlich hinzukommen sollen. Bisher waren rund 2,9 Gigawatt angepeilt. Die Lücke soll durch die Solarbranche geschlossen werden, wo es jedes Jahr gut 4,5 Gigawatt sein müssten. 2030 sollen 65 Prozent des Stroms aus erneuerbaren Quellen kommen. Derzeit sind es etwa 43 Prozent.

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