December 11, 2008 / 6:09 AM / 11 years ago

Versicherer Ergo mit Betriebsrat einig über Sparpaket

Frankfurt (Reuters) - Nach langen Verhandlungen haben sich der Versicherer Ergo und der Konzernbetriebsrat auf Einsparungen auch beim Personal geeinigt.

Es sei ein Gesamtpaket vereinbart worden, teilte die Tochterfirma des Münchener-Rück-Konzerns am Mittwoch mit. Die Einigung sieht demnach den Verzicht auf betriebsbedingte Kündigungen bis 31. Dezember 2012 vor. Es bleibe aber beim geplanten Abbau von 1800 Arbeitsplätzen, erklärte der Versicherer. Es sei ein Konzernsozialplan ausgehandelt worden.

Angaben der Gewerkschaft zufolge werden im kommenden Jahr voraussichtlich Maßnahmen zum Wegfall von 450 Stellen eingeleitet. Dies bedeute aber nicht, dass Beschäftigte auf die Straße gesetzt würden, sagte Verdi-Landesfachbereichsleiter Frank Fassin. Auch geplante standortübergreifende Versetzungen seien nur im Einvernehmen mit dem Betriebsrat möglich. “Wir haben den Vorstand zwingen können, seine Kostenquotenziele fallen zu lassen.” Unter diesen Zielen hätten die 1800 Stellen bis Ende 2009 wegfallen müssen.

Das zähe Ringen war von Warnstreiks und Demonstrationen der Beschäftigten begleitet worden. Ergo will 2010 die Kosten um 180 Millionen Euro senken. Die Gewerkschaft Verdi hatte gegen die Sparpläne mit dem Argument mobil gemacht, die wirtschaftliche Lage des Unternehmens rechtfertige keinen Personalabbau. Noch im Mai habe der Erstversicherer eine Milliarde Euro als Sonderdividende an die Münchener Rück überwiesen.

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