September 28, 2017 / 11:33 AM / in 2 months

Erpresser fordert Millionen von Handelsketten

Berlin (Reuters) - Ein oder mehrere Unbekannte erpressen Einzelhandels- und Drogerieketten mit vergifteten Lebensmitteln.

Jose Manuel Abel, 47, shops for food at a supermarket after finishing work in Munich October 10, 2013. In 2012, former salesman Jose Manuel Abel left his family behind in Spain and moved to Germany in search of work, arriving in Munich with just 250 euros in his pocket. A year on, Abel has found a permanent job in a fruit and vegetable warehouse and hopes that his family will be able to join him in Munich in the near future. German joblessness unexpectedly rose in October to its highest level since June 2011 on a seasonally adjusted basis, but the unemployment rate remained close to its lowest level since reunification more than two decades ago. The number of people out of work increased by 2,000 to 2.973 million, data from the Labour Office showed on October 30, 2013. But the jobless rate held steady at 6.9 percent, making it the envy of struggling euro zone peers like Greece and Spain, where more than one in four people are out of work. Picture taken October 10, 2013. REUTERS/Marcelo del Pozo (GERMANY - Tags: BUSINESS SOCIETY EMPLOYMENT) ATTENTION EDITORS PICTURE 15 OF 30 FOR PACKAGE 'REVISITED - A NEW LIFE WITH €250' SEARCH 'JOSE MANUEL ABEL' FOR ALL IMAGES

Sollte ein “niedriger zweistelliger Millionen-Betrag” nicht gezahlt werden, würden bis Samstag 20 mit Gift versetzte Lebensmittel in Regale von Filialen abgestellt, habe der Unbekannte in einer E-mail gedroht, teilte der stellvertretende Konstanzer Polizeipräsident Uwe Stürmer am Donnerstag mit. “Wir nehmen die Drohung sehr ernst.” Der Erpresser habe am 16. September in Friedrichshafen in einem Geschäft kurz vor Ladenschluss fünf Gläser mit vergifteter Babynahrung deponiert, um die Ernsthaftigkeit seiner Drohung zu belegen. Er habe die Polizei informiert, die die Gläser sicherstellen konnte.

Bei dem in der Babynahrung gefundenen Gift handelt es sich nach Angaben der Behörden um Ethylenglycol, eine farblose, süßliche Flüssigkeit. Der oder die Täter drohten, bundes- und europaweit in den Filialen vergiftete Lebensmittel zu platzieren, sagte Stürmer weiter. Es werde eine Geldübergabe “außerhalb des Bodenseeraums” verlangt.

Die betroffenen Konzerne nannte Stürmer nicht. Die “Bild”-Zeitung berichtete auf ihrer Online-Seite, die Erpressung richte sich gegen Aldi, Rossmann, Lidl, DM, Müller, Edeka, Norma und Rewe. Nach dem Bericht soll es sich bei dem geforderten Betrag um zehn Millionen Euro handeln.

VERDÄCHTIGER AUF ÜBERWACHUNGSKAMERA ZU SEHEN

Die Polizei veröffentlichte Bilder einer Überwachungskamera, auf denen möglicherweise der Täter zu sehen ist. Abgebildet ist ein etwa 50 Jahre alter Mann, der eine Mütze und eine Brille trägt. Die Behörden rufen die Bevölkerung zu Hinweisen auf den Verdächtigen auf. Zudem sollten sie manipulierte Lebensmittelverpackungen sofort den Filialleitern melden.

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