December 22, 2009 / 6:52 AM / in 10 years

Ökonom fordert Einführung einer Ethiksteuer

Berlin (Reuters) - Kurz vor Weihnachten hat der Präsident des Instituts für Wirtschaftsforschung Halle (IWH), Ulrich Blum, die Einführung einer Ethiksteuer vorgeschlagen.

“Wer aus der Kirche austritt und keine Kirchensteuer zahlt, sollte eine andere Abgabe an eine soziale Einrichtung wie das Rote Kreuz entrichten”, sagte Blum der “Bild”-Zeitung (Dienstagausgabe) laut Vorabbericht. Er schlage deshalb eine “Ethiksteuer nach italienischem Vorbild” vor. Der Satz für diese Steuer könnte sieben Prozent der Lohn- und Einkommenssteuer betragen. Damit könnte die Zahl der Kirchenaustritte möglicherweise gebremst und Trittbrettfahrerverhalten unterbunden werden.

“Schließlich nehmen auch Nicht-Kirchensteuerzahler häufig soziale Dienste oder Seelsorger in Anspruch”, argumentierte Blum. Die Evangelische Kirche in Deutschland (EKD) rechnet wegen der Wirtschaftskrise in diesem Jahr mit einem deutlichen Einbruch der Kirchensteuereinnahmen. Der Rückgang gegenüber 2008 werde zwischen acht bis neun Prozent liegen, sagte ein EKD-Sprecher dem Blatt.

Die Kirchensteuer in Deutschland beträgt je nach Bundesland zwischen acht und neun Prozent der Lohn- und Einkommensteuer.

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