June 6, 2018 / 8:00 AM / 2 months ago

Umweltministerin fordert schärfere CO2-Grenzwerte für Pkw

Berlin (Reuters) - Das Bundesumweltministerium strebt ehrgeizigere Ziele als die EU-Kommission bei der Festlegung künftiger Abgas-Normen für Kfz an.

German Environmental Minister Svenja Schulze attends the weekly cabinet meeting in Berlin, Germany May 30, 2018. REUTERS/Axel Schmidt

Nach einem der Nachrichtenagentur Reuters am Mittwoch vorliegenden Positionspapier des Ministeriums zu Vorschlägen der EU-Kommission will Umweltministerin Svenja Schulze den CO2-Ausstoß für Pkw und leichte Nutzfahrzeuge bis 2030 halbieren - bezogen auf die Werte von 2021. Die Kommission hatte eine Reduzierung in diesem Zeitraum von nur 30 Prozent vorgeschlagen.

“Ich halte strenge Umweltvorgaben für die Autobranche mehr als gerechtfertigt”, erklärte die SPD-Politikerin mit Blick auf das Positionspapier. “Der Verkehr trägt maßgeblich zum Klimawandel bei. Die Zukunft kann also nur sauberen Autos gehören, mit niedrigen oder null Schadstoff- und Klima-Emissionen”. Wenn auf diesen neuen Kfz weiter ‘Made in Germany’ stehen solle, “müssen wir heute damit anfangen, die nötigen Rahmenbedingen zu setzen”.

Auch bei den Zwischenzielen für 2025 möchte Schulze strengere Abgasnormen erreichen. Während die EU-Kommission hier eine CO2-Minderung von 15 Prozent vorsieht, will die SPD-Politikerin 25 Prozent durchsetzen.

Das Bundesumweltministerium wies Darstellungen zurück, wonach Schulze auch eine Quote für Elektroautos fordere. “Sie schlägt stattdessen ein technologieneutrales, flexibles Anreizsystem mit Bonus- und Malus-Komponenten vor, das den Fahrzeugherstellern verschiedene strategische Ausrichtungen für die Entwicklung emissionsarmer und emissionsfreier Autos ermöglicht”, hieß es in einer Stellungnahme. “Eine reine Ausrichtung auf Elektroautos sieht der Vorschlag nicht vor.”

Bundesverkehrsminister Andreas Scheuer sprach sich unterdessen im Streit über die Nachrüstung von Diesel-Fahrzeugen erneut gegen die von Schulze geforderten Hardware-Nachrüstungen aus. Wie die Automobilindustrie nannte auch der CSU-Politiker im Gespräch mit dem Magazin “auto motor und sport” Software-Updates als richtigen Weg. Scheuer forderte die Industrie auf, nicht immer weiter für Negativschlagzeilen durch neue Verfehlungen zu sorgen: “Alle Beteiligten müssen den Knall endlich gehört haben, auch weil davon Hunderttausende Arbeitsplätze abhängen.”

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