February 28, 2018 / 3:15 PM / 5 months ago

Insider - Gespräche mit USA über Iran-Abkommen im März in Berlin

Berlin (Reuters) - Im Ringen um den Erhalt des Atomabkommens mit dem Iran sollen im März nach Angaben aus Diplomatenkreisen weitere Gespräche in Berlin stattfinden.

A staff member removes the Iranian flag from the stage after a group picture with foreign ministers and representatives of the U.S., Iran, China, Russia, Britain, Germany, France and the European Union during the Iran nuclear talks at the Vienna International Center in Vienna, Austria July 14, 2015. To match Analysis USA-ELECTION/IRAN REUTERS/Carlos Barria/File Photo

Ein Treffen von Vertretern der EU, mehreren Mitgliedsstaaten und der USA sei für Mitte des Monats geplant, verlautete am Mittwoch aus dem Auswärtigen Amt. US-Präsident Donald Trump lehnt die Vereinbarung mit dem Iran ab und droht damit, sie zu kippen. Er kritisiert, dass sich das Abkommen weder mit dem Raketenprogramm des Iran noch mit dessen Unterstützung von Extremistenorganisationen wie der Hisbollah befasst. Die europäischen Unterzeichnerstaaten Deutschland, Frankreich und Großbritannien sehen die Rolle des Iran in diesen Punkten ebenfalls kritisch, bemühen sich aber um einen Erhalt der Vereinbarung.

Bei der Münchner Sicherheitskonferenz hatten die USA von Deutschland verlangt, den Handel mit dem Iran stark zurückzufahren. “Wer im Iran investiert, investiert in die Revolutionsgarden”, kritisierte der Nationale Sicherheitsberater H.R. McMaster. “Der Geschäftspartner schreibt den Revolutionsgarden praktisch einen Scheck aus und sagt: Bitte verwendet das Geld, um noch mehr Morde im ganzen Nahen Osten zu begehen.” Deutschland sei neben Russland, China, Japan und Südkorea einer der größten Handelspartner des Iran.

Die Revolutionsgarden sind nicht nur der mächtigste Zweig der Sicherheitsbehörden im Iran, ihnen untersteht auch ein Unternehmensimperium. An der Mehrzahl der Unternehmen im Iran sind sie zumindest beteiligt. Sollte Trump könnte die Garden auf die Liste der Terrororganisationen setzen, hätte dies massive wirtschaftliche Konsequenzen. Banken, die in den USA Geschäfte machen, müssen nach US-Recht sicherstellen, dass ihre Kunden nicht auf einer Terrorliste stehen.

0 : 0
  • narrow-browser-and-phone
  • medium-browser-and-portrait-tablet
  • landscape-tablet
  • medium-wide-browser
  • wide-browser-and-larger
  • medium-browser-and-landscape-tablet
  • medium-wide-browser-and-larger
  • above-phone
  • portrait-tablet-and-above
  • above-portrait-tablet
  • landscape-tablet-and-above
  • landscape-tablet-and-medium-wide-browser
  • portrait-tablet-and-below
  • landscape-tablet-and-below