May 20, 2019 / 5:18 AM / a month ago

Experten rechnen nach FPÖ-Skandal nicht mit Rückschlag für Rechtspopulisten

Austrian Vice Chancellor Heinz-Christian Strache reacts as he addresses the media in Vienna, Austria, May 18, 2019. REUTERS/Leonhard Foeger TPX IMAGES OF THE DAY

Berlin (Reuters) - Experten rechnen nicht mit negativen Auswirkung des Skandals um den österreichischen FPÖ-Chef Heinz-Christian Strache auf rechtspopulistische Parteien.

“Einen gravierenden Einfluss auf das Wahlverhalten der Deutschen beim Votum für das EU-Parlament werden die Vorgänge in Wien nicht haben”, sagte der Chef des Meinungsforschungsinstituts Forsa, Manfred Güllner, dem Redaktionsnetzwerk Deutschland. 90 Prozent der Deutschen würden die Wahl des deutschen FPÖ-Pendants AfD ablehnen und dabei bliebe es. “Die AfD-Wähler hingegen wollen den Rechtsstaat beseitigen. Bei denen gerät FPÖ-Chef Strache nach seiner Video-Affäre in die Opferrolle.”

Zu einem ähnlichen Schluss kommt auch der Politikwissenschaftler Frank Decker. “Man sollte den Effekt der FPÖ-Affäre nicht überschätzen”, sagte er der “Rheinischen Post” vom Montag. “Rechtspopulistische Protestparteien werden vor allem als Dagegen-Parteien gewählt und nicht, weil sie ein überzeugendes Erscheinungsbild bieten oder eine bessere Regierungsalternative versprechen.”

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