January 24, 2018 / 3:28 PM / in a month

Merkel fordert gemeinsamen EU-Kurs von Wirtschafts- bis Außenpolitik

Davos (Reuters) - Bundeskanzlerin Angela Merkel dringt angesichts des scharfen internationalen Wettbewerbs auf eine stärkere Abstimmung innerhalb der Europäischen Union.

“Wir müssen vor allem ökonomische Stärke entwickeln”, sagte Merkel am Mittwoch beim Weltwirtschaftsforum in Davos. So müsse unbedingt schnell der digitale Binnenmarkt in der EU vollendet werden, weil auch die USA und China schnell voranschritten. Außerdem sei eine gemeinsame Außenpolitik gegenüber großen internationalen Akteuren wie Russland, den USA, China und Indien nötig.

Innerhalb der EU müsse die Bankenunion vollendet und die Euro-Zone gestärkt werden, forderte Merkel. Zudem müsse die EU mehr Verantwortung gegenüber Afrika und in Konfliktherden wie Irak oder Libyen übernehmen.

Merkel sprach sich zudem für weitere Reformen in der EU und der Euro-Zone aus. Der Rettungsfonds ESM soll zu einem Währungsfonds weiter entwickelt werden, “ohne auf die ökonomische Kompetenz des IWF zu verzichten”, sagte sie. “Denn wir brauchen natürlich auch die Beurteilung von außen.” Zudem brauche man in der Bankenunion nach der Reduzierung der Risiken “auch eine letzte Haltelinie für Banken, um die Verquickung von Staatsschulden und Banken besser aufzulösen”. Besonders wichtig sei aber, eine stärkere Angleichung der Wettbewerbsfähigkeit der Euro-Staaten.

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