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Unternehmensnachrichten

Evonik-Vorstand - Mache mir über das zweite Quartal keine Sorgen

The logo of German specialty chemical company Evonik Industries AG is pictured at their plant in Bitterfeld, Germany, February 29, 2016. REUTERS/Fabrizio Bensch

Essen (Reuters) - Der Spezialchemiekonzern Evonik kommt Vorstandsmitglied Harald Schwager zufolge bislang gut durch die Corona-Krise.

“Ich sehe keine negativen Auswirkungen auf die Produktivität. Wir haben rund 125 Anlagen weltweit - alle laufen”, sagte Schwager am Dienstagabend in Essen. “Ich mache mir über das zweite Quartal keine Sorgen.” Bei den für die Tiernahrung wichtigen Aminosäuren “läuft das Geschäft gut”. Die weltweite Nachfrage nach Hühnerfleisch sei in der Krise gestiegen. Die Evonik-Produkte werden in der Hühner-Mast eingesetzt. Bei Super-Absorbern, die etwa in Babywindeln zum Einsatz kommen, habe Evonik im ersten Halbjahr “eine sehr starke Nachfrage verzeichnet”. “Hygieneartikel sind gefragt, zudem gibt es einen Trend zu hochwertigen Lieferanten. Davon profitiert Evonik”, sagte Schwager, der im Vorstand für Chemie und Innovation zuständig und stellvertretender Vorsitzender des Gremiums ist.

Zum 1. Juli bekommt Evonik eine neue Konzernstruktur, die die bisherigen drei operativen Segmente in vier Divisionen überführt, die sich durch klare strategische Rollen besser steuern lassen und den Konzern schlagkräftiger machen sollen. Drei der Segmente sind auf Wachstum ausgerichtet, die vierte Sparte, Performance Materials, umfasse Geschäfte, “die ausinvestiert sind”. Die Einheit, zu der unter anderem auch das Geschäft mit Super-Absorbern gehören wird, sei aber keine “Bad Bank” von Produkten, die zur Disposition stünden. “Das Geschäft mit Super-Absorbern wird aktuell restrukturiert”, fügte er aber hinzu. “Für die kommenden Jahre werden wir sämtliche Optionen prüfen.”

Evonik hatte im Mai die Prognose gesenkt und erwartet einen Umsatz zwischen 11,5 und 13 Milliarden Euro sowie ein bereinigtes Ebitda zwischen 1,7 und 2,1 Milliarden Euro. Für das zweite Quartal hatte der Konzern in einer Analysten-Präsentation ein bereinigtes Ebitda von voraussichtlich rund 400 Millionen Euro prognostiziert. Vor Jahresfrist waren es noch 566 Millionen Euro.

Für den Verlauf der wirtschaftlichen Entwicklung in der Corona-Krise erwartet Schwager eine U-förmige Entwicklungskurve - also einen Absturz, gefolgt von einer Phase der Stabilisierung, der sich nach einer Pause ein rascher Aufschwung anschließt. “Nach dem dritten Quartal werden wir wissen, wie lang der Schenkel des U sein wird”, sagte Schwager.

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