December 4, 2013 / 7:55 AM / in 6 years

Wirtschaftsweiser rät EZB von Zinssenkung ab

The euro sculpture is seen outside the headquarters of the European Central Bank (ECB) in Frankfurt, November 5, 2013. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Der Wirtschaftsweise Volker Wieland hat der EZB von einer weiteren Straffung der Geldpolitik abgeraten.

“Es besteht kein Grund, den Leitzins zu senken oder noch drastischere Maßnahmen zu ergreifen”, sagte der Frankfurter Wirtschaftsprofessor dem “Handelsblatt” vom Mittwoch. Auch die Zinssenkung im November sei nicht “zwingend notwendig” gewesen. Die Europäische Zentralbank (EZB) hatte damals den Leitzins auf das Rekordtief von 0,25 Prozent abgesenkt.

Angesichts der mauen Erholung und der weit unter den Zielwert der EZB gesunkenen Inflationsrate schließt die Zentralbank eine weitere Kappung des Leitzinses nicht aus. Mehrere Notenbanker haben vor der am Donnerstag anstehenden Zinssitzung betont, die EZB habe ihr Pulver nicht verschossen. Auch über einen negativen Einlagezins für überschüssiges Geld der Banken ist im EZB-Rat diskutiert worden. Mit einem solchen Strafzins könnten die Hüter des Euro die Banken dazu anregen, ihr Geld in die Kreditvergabe zu stecken statt es bei der EZB zu parken. Kritiker befürchten jedoch, dass die Geldhäuser die Kosten auf ihre Kunden abwälzen.

Wieland hält das Instrument eines negativen Einlagezinses für wirksam, falls die “Gefahr einer sich verfestigenden Deflation drohen würde”. Dies sei aber derzeit nicht der Fall, betonte er.

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