June 26, 2019 / 10:39 AM / 2 months ago

Bafin-Chef will globale Regeln für Facebook-Kryptowährung

Small toy figures stand on representations of virtual currency in front of the Facebook logo in this illustration picture, June 21, 2019. REUTERS/Dado Ruvic/Illustration

Frankfurt (Reuters) - Politik und Regulierer müssen nach Ansicht von Bafin-Chef Felix Hufeld eine Antwort auf die Pläne von Facebook für eine selbst entwickelte Kryptowährung finden.

“Wir können ganz sicher nicht einfach zugucken. Wir werden in irgendeiner Form angemessen reagieren müssen”, sagte Hufeld am Dienstagabend im Internationalen Club Frankfurter Wirtschaftsjournalisten (ICFW). Sofern die geplante Cyberwährung mit dem Namen “Libra” Verbreitung fände, würden sich erhebliche Kontrollfragen in praktisch allen Bereichen stellen. “Ich kann nur hoffen, dass es uns gelingt, mindestens europäisch, wenn nicht global ein paar Grundstandards zu entwickeln.”

Er sei aber nicht so skeptisch wie einige Währungshüter, die durch die Pläne aufgeschreckt wurden. “Positiv ist eindeutig, dass Libra nicht zu verwechseln ist mit Bitcoin”, sagte Hufeld. Denn im Gegensatz zu der stark schwankenden Cyberdevise soll Libra möglichst stabil sein, indem der Wert an einen Korb von Währungen gekoppelt ist. Gerade für Entwicklungsländer, in denen das Bankensystem nicht weitentwickelt ist, sei Libra auch eine Chance. “Es gibt Länder, da ist das ein signifikanter Zugewinn an wirtschaftlicher Freiheit, an wirtschaftlichen Möglichkeiten.”

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