30. August 2017 / 07:21 / in 3 Monaten

Prognos warnt vor wachsender Fachkräftelücke

Berlin (Reuters) - Der Fachkräftemangel in Deutschland dürfte in den kommenden zehn bis 20 Jahren einer Expertenprognose zufolge deutlich zunehmen.

Raquel Lopez Leon (R) from the Spanish city of Cordoba changes bed sheets in a resident's room at the SenVital elderly home in Kleinmachnow outside Berlin May 28, 2013. Facing an acute shortage of skilled applicants among its own workforce, German institutions in the care sector increasingly turn to southern European countries to hire trained nursing staff who are willing to work abroad despite the language barrier in order to escape unemployment at home. The SenVital home for the elderly outside Berlin has accepted five qualified nurses from Spain as their staff, providing eight months of language training and additional care schooling needed to attain the German nursing concession. Some 100 Spaniards applied for the ten vacancies SenVital had advertised across its various houses. REUTERS/Thomas Peter (GERMANY - Tags: HEALTH BUSINESS EMPLOYMENT)

“Die Fachkräftelücke wird zu einer wachsenden Herausforderung für deutsche Unternehmen”, erklärte der Geschäftsführer des Beratungsunternehmens Prognos, Christian Böllhoff, am Mittwoch. Die Lage werde sich auf mittlere Sicht massiv verschärfen. Das Unternehmen errechnete für 2030 eine Fachkräftelücke in Deutschland von etwa drei Millionen und für 2040 eine von rund 3,3 Millionen. “Fachkräfte werden über alle Branchen hinweg knapp, da die geburtenstarken Jahrgänge aus dem Erwerbsleben ausscheiden”, lautete der Befund von Prognos.

Die Bundesregierung verabschiedet am Mittwoch im Kabinett einen neuen Fachkräftebericht. Auch darin wird, wie schon vorab bekannt wurde, trotz mancher Fortschritte erheblicher Handlungsbedarf auf diesem Feld festgestellt.

“Es werden sowohl Arbeitskräfte mit abgeschlossener Berufsausbildung, als auch solche mit Hochschulabschluss fehlen”, stellte Prognos fest. Unqualifizierte Arbeitnehmer dagegen würden von Arbeitslosigkeit bedroht. Schon kurzfristig müssten zusätzliche, qualifizierte Arbeitskräfte mobilisiert werden, forderte Böllhoff.

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