December 20, 2019 / 6:09 AM / in 8 months

Steuereinnahmen im November überraschend stark - Zinsausgaben bleiben niedrig

Euro currency bills are pictured at the Croatian National Bank in Zagreb, Croatia, May 21, 2019. Picture taken May 21, 2019. REUTERS/Antonio Bronic

Berlin (Reuters) - Die Steuereinnahmen in Deutschland sind trotz trüber Konjunkturaussichten im November überdurchschnittlich stark gestiegen.

Bund und Länder verzeichneten ein Plus von 5,5 Prozent, wie aus dem am Freitag veröffentlichten Monatsbericht des Bundesfinanzministeriums hervorgeht. Dafür sorgten unter anderem die Lohn- und Umsatzsteuer, ein Zeichen für einen robusten Arbeitsmarkt und starken Konsum. Zudem brachte die Tabaksteuer 13 Prozent mehr ein. Von Januar bis November zusammen lagen die Steuereinnahmen mit 733,86 Milliarden Euro 3,2 Prozent über dem Vorjahresniveau.

Die konjunkturellen Perspektiven bleiben allerdings gedämpft, nachdem die deutsche Wirtschaft im dritten Quartal mit einem Wachstum von 0,1 Prozent nur knapp an einer Rezession vorbeigeschrammt war. “Vor dem Hintergrund anhaltender globaler Risiken und des verlangsamten Welthandels ist mit einer insgesamt verhaltenen Exportentwicklung in den kommenden Monaten zu rechnen.”

Die Zinsausgaben des Bundes summierten sich in den ersten elf Monaten auf lediglich 11,85 Milliarden Euro, nachdem es im Vorjahreszeitraum noch 16,27 Milliarden waren. Hier spiegeln sich die seit Jahren historisch niedrigen Zinsen der Europäischen Zentralbank (EZB) wider. Früher waren Zinsausgaben von 40 Milliarden Euro im Jahr für den Bund üblich.

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