March 27, 2008 / 6:07 PM / 11 years ago

Conti will bei VDO weitere 2000 Stellen abbauen

Frankfurt (Reuters) - Der Autozulieferer Continental will seine defizitäre Antriebstechnik-Sparte Powertrain neu ausrichten und weitere 1500 bis 2000 Stellen abbauen.

Ein Teil der Produktion soll in Niedriglohnländer verlagert werden. Conti streicht nach der Übernahme des Autoelektronik-Herstellers VDO von Siemens damit doppelt so viele Arbeitsplätze wie bislang angekündigt. Anlegern schmeckte das: Die Conti-Aktie gehörte am Donnerstag mit einem Plus von 2,5 Prozent zu den größten Gewinnern im Dax.

Im Zuge des Umbaus von Powertrain werde die Organisation verschlankt, erläuterte Conti-Vorstand Karl-Thomas Neumann, der die Sparte künftig auch führen soll. Geschäftseinheiten würden zusammengefasst. Unternehmenskreisen zufolge handelt es sich dabei um die Bereiche, in denen Benzin- und Dieseleinspritzsysteme sowie die dafür benötigten Elektroteile hergestellt werden. Zu den Standorten, die im Zuge dessen wohl verkleinert werden, gehörten Regensburg und Foix in Frankreich. “Der Konzern will das Problem schnell lösen, wenn möglich noch in diesem Jahr”, sagte eine mit dem Vorgang vertraute Person.

Die Kosten für den Umbau seien in dem Budget für die Integration von VDO, das Conti mit einer niedrigen dreistelligen Millionen-Summe beziffert hatte, bereits enthalten, sagte Neumann. Conti hatte nach der VDO-Übernahme den Abbau von 2000 Arbeitsplätzen angekündigt. Nun kämen weltweit noch einmal 1500 bis 2000 Stellen hinzu - gut die Hälfte davon in der Produktion, ein Drittel in der Verwaltung und der Rest bei der Forschung und Entwicklung, erläuterte ein Sprecher. Die Ingenieure sollten an anderer Stelle im Konzern eingesetzt werden.

Continental-Chef Manfred Wennemer hatte eine Restrukturierung von Powertrain bereits angekündigt, nachdem die Sparte als einziger Conti-Bereich rote Zahlen schreibt. Die Antriebselektroniksparte, die etwa Benzineinspritzsysteme und Getriebesteuerungen herstellt, hatte 2007 mit 32.000 Mitarbeitern einen Umsatz von fünf Milliarden Euro erzielt.

Die Sparte Powertrain werde durch den Umbau die für 2010 gesetzten Ertragsziele erreichen, stellte der künftige Spartenchef Neumann in Aussicht. “Wir werden weltweit Restrukturierungen mit dem Ziel vornehmen, innerhalb von rund zwei Jahren die Produktion insgesamt zu optimieren und eine weitaus bessere Balance zwischen Hochkosten und Niedrigkostenstandorten als bisher zu erreichen”, erläuterte er. So sollten die von Siemens-VDO übernommenen Geschäftsfelder eine bei Continental übliche operative Marge abliefern.

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