February 28, 2018 / 7:00 AM / 7 months ago

Über 2200 Angriffe auf Flüchtlinge im vergangenen Jahr

Berlin (Reuters) - Im vergangenen Jahr hat es nach Angaben der Bundesregierung 2219 Angriffe auf Flüchtlinge und ihre Unterkünfte gegeben.

A fire engine is seen in front of a building which was meant to be an asylum shelter, after it was damaged in a fire in Troeglitz April 4, 2015. The blaze was not the first attack on a refugee shelter in Germany but it shocked a nation that has received a surge of refugees in the last few years -- 200,000 in 2014 and a further 85,000 in the first quarter of 2015 alone. A state police spokesman said they were still investigating the fire that gutted the top floor of the three-storey building, but they believe it was started deliberately. Picture taken April 4. REUTERS/Fabrizio Bensch - GF10000054588

Damit sei die Zahl der Attacken gegenüber dem Jahr 2016 deutlich zurückgegangen, berichteten die Zeitungen der Funke Mediengruppe (Mittwochausgaben) vorab unter Berufung auf eine Antwort des Bundesinnenministeriums auf eine Parlamentsanfrage der Linkspartei.

2017 wurden demnach 1906 Angriffe auf Flüchtlinge und 313 Anschläge und Überfälle auf Unterkünfte gezählt. Mehr als 300 Menschen seien dabei verletzt worden. Im Jahr zuvor waren es insgesamt mehr als 3500 Angriffe. Zu den Delikten zählten dem Bericht zufolge gefährliche Körperverletzung, Sachbeschädigung, Beleidigung, Volksverhetzung, Hausfriedensbruch, schwere Brandstiftung und Sprengstoffexplosionen. Die Bundesregierung verurteilte die Angriffe aufs Schärfste.

Die Linken-Abgeordnete Ulla Jelpke, die die Anfrage an die Bundesregierung gestellt hatte, gab AfD und Union eine Mitverantwortung. “Mehr als 2000 rechte und rassistische Angriffe gegen Geflüchtete im Jahr 2017 sind Ausdruck einer aggressiven Stimmung im Land, die von der AfD und anderen Gruppierungen der extremen Rechten täglich befördert wird”, sagte Jelpke den Funke-Zeitungen. Ermutigt würden die Täter nicht nur durch das Gerede seitens AfD und Pegida von Bürgerkrieg und “Umvolkung”, sondern auch durch “die rassistische Stimmungsmache der Unionsparteien, die keine Gelegenheit auslassen, Verschärfungen im Umgang mit Flüchtlingen zu fordern”.

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