May 30, 2018 / 1:26 PM / 25 days ago

Siemens kommt um Pflichtangebot an Alstom-Aktionäre herum

München (Reuters) - Die französische Börsenaufsicht AMF erspart Siemens ein womöglich milliardenschweres Übernahmeangebot an die übrigen Aktionäre des Bahntechnik-Konzerns Alstom.

Henri Poupart-Lafarge (R), Chairman and Chief Executive Officer of Alstom, shakes hands with Siemens President and CEO Joe Kaeser (L) at a news conference to announce their deal to merge their rail operations, creating a European champion, in Paris, France, September 27, 2017. REUTERS/Stephane Mahe

Die AMF habe Siemens eine Ausnahmegenehmigung erteilt, teilte der Münchner Industriekonzern am Mittwoch mit. Er bringt seine Zug-Sparte Siemens Mobility in Alstom ein und bekommt dafür 50,67 Prozent der Anteile an dem fusionierten Konzern namens Siemens Alstom. Alstom ist an der Pariser Börse neun Milliarden Euro wert.

Auch das französische Finanz- und Wirtschaftsministerium habe grünes Licht für die Fusion zum zweitgrößten Bahntechnik-Konzern der Welt gegeben, erklärte Siemens. Das Ministerium hat bei Investitionen ausländischer Unternehmen in bestimmten Branchen das letzte Wort. Die Zustimmung kommt nicht unerwartet, nachdem die französische Politik von Anfang an in das Fusionsprojekt eingebunden war. Siemens und Alstom wollen mit dem Bündnis dem chinesischen Branchenriesen CRRC Paroli bieten, der auch nach Europa drängt. Die EU-Kommission und andere Kartellbehörden müssen den Plänen noch zustimmen.

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