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Unternehmensnachrichten

Gesundheitskonzern Fresenius auf Erholungskurs – Ziele bekräftigt

A Fresenius SE logo is pictured in Bad Homburg near Frankfurt, Germany February 22, 2017. REUTERS/Ralph Orlowski

Frankfurt (Reuters) - Der Gesundheitskonzern Fresenius profitiert von einem starken Dialysegeschäft und einer Erholung bei seiner Klinikkette Helios.

“Wir hatten in Aussicht gestellt, dass es bei Umsatz und Ergebnis nach einem von Lockdowns belasteten zweiten Quartal wieder aufwärts geht. Das haben wir geschafft”, sagte Vorstandschef Stephan Sturm am Donnerstag. Gegenwind kam allerdings von negativen Währungseffekten. Im dritten Quartal fiel das Konzernergebnis zwar um vier Prozent auf 427 Millionen Euro, währungsbereinigt stand allerdings ein Plus von einem Prozent zu Buche. Analysten hatte zudem einen stärkeren Rückgang auf im Schnitt 418 Millionen Euro befürchtet.

Fresenius hatte im ersten Halbjahr stark mit den Folgen der Corona-Pandemie zu kämpfen. Viele Projekte im gesundheitlichen Bereich wurden gestoppt, medizinisch nicht dringend notwendige Eingriffe und Reha-Behandlungen verschoben. Der Konzern hatte sich deshalb im Sommer von seinen Jahreszielen verabschiedet. Die gesenkten Ziele bekräftigte Sturm nun: 2020 rechnet Fresenius mit einem währungsbereinigten Umsatzplus von drei bis sechs Prozent, das Ergebnis könne sich in einer Bandbreite von minus vier bis plus ein Prozent entwickeln.

Die Dialysetocher Fresenius Medical Care, die wie Fresenius im deutschen Leitindex Dax gelistet ist, hält auch an ihren Zielen fest. Bei Umsatz und Ergebnis erwartet FMC währungsbereinigt weiter ein Wachstum im mittleren bis hohen einstelligen Prozentbereich. Im dritten Quartal legte das Ergebnis von FMC währungsbereinigt um elf Prozent auf 354 Millionen Euro zu und fiel damit besser als von Analysten erwartet aus. Positiv wirkten sich etwa ein Anstieg des Umsatzes mit privat Krankenversicherten aber auch Einsparungen aus.

Bei der Klinikkette Helios gingen die Geschäfte wieder aufwärts dank einer Erholung bei planbaren Behandlungen, vor allem in Spanien. Das Ergebnis legte um mehr als ein Viertel zu. Die Tochter Kabi, die Medikamente und Medizinprodukte zur Infusion, Transfusion und klinischen Ernährung anbietet, musste dagegen einen Gewinnrückgang verdauen. Sie leidet weiter unter geringerer Nachfrage. Die Dienstleistungssparte Vamed rutschte sogar in die roten Zahlen, da viele Kapazitäten in den Reha-Kliniken des Bereichs wegen der Pandemie ungenutzt blieben oder ganze Einrichtungen geschlossen wurden.

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