July 31, 2018 / 10:34 AM / 16 days ago

Währungseffekte nagen an Gewinn von Fresenius

Frankfurt (Reuters) - Währungseffekte haben den Medizinkonzern Fresenius im zweiten Quartal gebremst.

Fresenius headquarters in Bad Homburg near Frankfurt, Germany, February 27, 2018. REUTERS/Ralph Orlowski

Vorstandschef Stephan Sturm zeigte sich aber optimistisch für das laufende Geschäftsjahr und bekräftigte den währungsbereinigten Ausblick. “Alle vier Unternehmensbereiche haben hervorragende Zukunftsaussichten. Bei Fresenius Kabi schauen wir noch zuversichtlicher nach vorn als bislang”, erklärte Sturm am Dienstag. Der auf Ernährung, Infusionen und Nachahmermedikamenten spezialisierten Sparte Kabi traut er für 2018 nun eine bessere Ergebnisentwicklung zu.

Für den Konzern rechnet Sturm unverändert mit einem währungsbereinigten Umsatzanstieg von fünf bis acht Prozent. Im zweiten Quartal lag das Umsatzwachstum währungsbereinigt bei fünf Prozent, wozu alle Unternehmensbereiche beitrugen. Das Konzernergebnis soll 2018 um sechs bis neun Prozent zulegen. Auch die Dialysetochter FMC, die ebenso wie Fresenius im Dax notiert ist, bestätigte ihre Prognosen..FMC erzielt mehr als 70 Prozent ihres Umsatzes in Nordamerika, bei Fresenius macht das Geschäft in der Region 42 Prozent der Erlöse aus - entsprechend leidet der Konzern unter dem schwachen Dollar, weil nach der Umrechnung in Euro weniger hängen bleibt.

Von April bis Juni stieg der bereinigte Nettogewinn von Fresenius um drei Prozent auf 472 Millionen Euro. Ohne Währungseffekte hätte ein Plus von sieben Prozent zu Buche gestanden. Der Umsatz fiel vor allem wegen der Schwäche von Dollar und chinesischem Yuan um knapp zwei Prozent auf 8,4 Milliarden Dollar. Das stärkste Wachstum verzeichnete die Sparte Kabi, für die Fresenius in diesem Jahr nun ein währungsbereinigtes Ergebnisplus von bis zu ein Prozent statt eines Rückgangs von drei bis sechs Prozent erwartet.

Fresenius hatte Anleger zuletzt mit der abgeblasenen Übernahme des US-Generikaherstellers Akorn in Atem gehalten. Der Konzern hatte den 4,4 Milliarden Euro schweren Zukauf, der die Sparte Kabi gut ergänzt hätte, im April abgesagt. Fresenius wirft der obersten Akorn-Führung Betrug im Zusammenhang mit gefälschten Daten in den USA vor. Die Amerikaner wollen die Übernahme nun juristisch durchsetzen. Die abschließende Anhörung in dem Fall vor dem zuständigen Gericht im US-Bundesstaat Delaware ist für den 23. August vorgesehen, wie Fresenius in einer Investorenpräsentation erklärte. Mit einem Urteil sei in bis zu 90 Tagen danach zu rechnen. Beide Parteien können dagegen aber noch Widerspruch erheben. Sturm geht nach früheren Angaben davon aus, dass das Gerichtsverfahren 2019 abgeschlossen werden könne.

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