February 5, 2018 / 3:22 PM / 6 months ago

DFL eröffnet neue Debatte über Investoren in Bundesliga-Klubs

München (Reuters) - Die Deutsche Fußball-Liga (DFL) denkt angesichts der wachsenden wirtschaftlichen Übermacht englischer und spanischer Vereine über eine stärkere Öffnung der Bundesliga für Investoren nach.

Soccer Football - Bundesliga - Borussia Moenchengladbach vs RB Leipzig - Borussia-Park, Moenchengladbach, Germany - February 3, 2018 Borussia Monchengladbach’s Tony Jantschke in action with RB Leipzig's Naby Keita REUTERS/Thilo Schmuelgen DFL RULES TO LIMIT THE ONLINE USAGE DURING MATCH TIME TO 15 PICTURES PER GAME. IMAGE SEQUENCES TO SIMULATE VIDEO IS NOT ALLOWED AT ANY TIME. FOR FURTHER QUERIES PLEASE CONTACT DFL DIRECTLY AT + 49 69 650050 TPX IMAGES OF THE DAY

In den kommenden Monaten solle die “Formulierung und Umsetzung” der 50+1-Regel “ergebnisoffen” überprüft werden, nach der die Stimmrechte eines Fußball-Profiklubs mehrheitlich in den Händen des Vereins liegen müssen, erklärte das DFL-Präsidium am Montag.

Zuletzt hatten zahlreiche Bundesligisten wichtige Spieler ziehen lassen müssen, weil sie im Wettbieten um Ablösesummen und Gehälter nicht mithalten können. Das kratzt international am sportlichen Erfolg wie auch an der Attraktivität der Bundesliga. In England und Spanien sind viele Klubs mehrheitlich in Händen finanzstarker Investoren oder an der Börse notiert.

Die DFL will nun erörtern, “wie wichtige Prinzipien der gelebten Fußball-Kultur in Deutschland zukunftssicher verankert werden können und ob gleichzeitig neue Entwicklungsmöglichkeiten zu eröffnen sind”, hieß es in der Mitteilung. Zuletzt hatte die DFL 2011 die “50+1-Regel” gelockert. Seit damals können Mäzene, die einen Verein mindestens 20 Jahre finanziell in großem Stil unterstützt haben, eine Mehrheitsbeteiligung erwerben. Dadurch konnte SAP-Gründer Dietmar Hopp 2014 die TSG Hoffenheim übernehmen, dessen finanzielle Unterstützung den Verein zuvor von der Kreisliga in die Bundesliga führte. Für Werksmannschaften wie Bayer Leverkusen und den von Volkswagen unterstützten VfL Wolfsburg gab es bereits vorher Ausnahmen.

Unmittelbarer Auslöser der neuen Debatte ist der Antrag des Hörgeräte-Unternehmers Martin Kind, Hannover 96 zu übernehmen. Dieser drohte Medienberichten zufolge aber abgeschmettert zu werden, weil der langjährige Klub-Präsident nicht genug Geld in den Verein gebuttert habe. Die DFL teilte nun mit, Hannover 96 und Kind ließen ihren Antrag zunächst ruhen. Zusagen seien ihnen dafür nicht gemacht worden. Kind hatte gedroht, bei einer Ablehnung vor Gericht zu ziehen. Auch das Bundeskartellamt befasst sich mit der Regelung.

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