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Unternehmensnachrichten

HPE-Deutschlandchef - Benötigen Datenhoheit in Europa

Signs for Hewlett Packard Enterprise Co. cover the facade of the New York Stock Exchange November 2, 2015. REUTERS/Brendan McDermid/File Photo GLOBAL BUSINESS WEEK AHEAD PACKAGE Ð SEARCH ÒBUSINESS WEEK AHEAD 5 SEPTEMBERÓ FOR ALL IMAGES

Berlin (Reuters) - Zum Start des europäischen Cloud-Projekts Gaia-X spricht sich der Deutschlandchef von Hewlett Packard Enterprise, Johannes Koch, für eine bessere Datenhoheit in Europa aus.

“Wir müssen unsere Daten viel ernster nehmen. Ansonsten vergrößert sich der Wettbewerbsnachteil. Deutsche Firmen wie der Mittelstand müssen in der Lage sein, ihre Daten selbst zu nutzen und zu monetarisieren”, sagte Koch am Donnerstag im Gespräch mit der Nachrichtenagentur Reuters. Die Wertschöpfung sollte nicht einfach US-amerikanischen Plattformen überlassen werden, die dann beispielsweise über Werbung Geld verdienten. Das Projekt Gaia-X, an dem Frankreich und Deutschland gleichermaßen arbeiten, hat unter anderem zum Ziel, Daten künftig verstärkt auf Servern in Europa zu speichern und ihre Mitnahme in andere Netzwerke zu erleichtern. Der US-Konzern HPE, der unter anderem Server sowie Netzwerk- und Speicherprodukte herstellt, beschäftigt in Deutschland an sieben Standorten rund 2000 Mitarbeiter.

In einer von HPE in Auftrag gegebenen Umfrage unter mehr als 2100 Firmen in Deutschland und Frankreich gab die Hälfte der Befragten an, dass die Corona-Krise die Abhängigkeit der Wirtschaft von globalen Cloud-Plattformen erhöhen wird. Dazu gehören unter anderem AWS von Amazon, Azure von Microsoft sowie Google. Demnach kannten nur rund ein Fünftel Gaia-X. Jedoch gab mehr als jeder Zweite an, dezentrale Cloud-Plattformen seien der richtige Weg, um die Vorteile der Datenwolke mit digitaler Souveränität zu verknüpfen.

“Die Zukunft muss den dezentralen Cloudinfrastrukturen gehören”, sagte Koch. Dabei könne Gaia-X eine große Rolle spielen, wenn auch nicht die gesamte Problematik lösen. “Auch Länder wie Österreich und die Schweiz schauen, wie dieses deutsch-französische Projekt anläuft. Da kann eine Dynamik entstehen. Ob es der große Erfolg wird, zeigt sich erst in zwei bis drei Jahren.”

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