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Unternehmensnachrichten

Verdi erwartet Annahme des Sanierungsplans für Karstadt/Kaufhof

A whistle is seen over a logo of Verdi union during a strike in Frankfurt airport, April 27, 2016. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Essen (Reuters) - Die Gläubiger der angeschlagenen Warenhauskette Galeria Karstadt Kaufhof werden den Sanierungsplan nach Einschätzung der Gewerkschaft Verdi billigen.

Bei den am Morgen begonnenen Beratungen habe sich nur “eine Handvoll” von Gläubigern gegen den Plan ausgesprochen, sagte Verdi-Vertreter Orhan Akman am Dienstag am Rande der Gläubigerversammlung in Essen der Nachrichtenagentur Reuters. Er erwarte deshalb eine Zustimmung. Die Entscheidung sollte noch am Nachmittag fallen. Bei einer Zustimmung zum Sanierungsplan ist eine Zerschlagung der Warenhausriesen vorerst vom Tisch.

Dann sollen die Gläubiger rund 100 Millionen Euro erhalten - das sind knapp fünf Prozent und damit ein Bruchteil ihrer ursprünglichen Forderungen. Zu den größten Gläubigergruppen gehören Lieferanten, Vermieter und Beschäftigte. Bei dem Warenhausriesen werden Verdi zufolge wohl über 5000 Beschäftigte ihren Arbeitsplatz verlieren, knapp 50 Filialen stünden vor dem endgültigen Aus. Bisher gab es 172 Karstadt- und Kaufhof-Filialen in Deutschland.

Galeria Karstadt Kaufhof gehört ebenso wie zahlreiche der Warenhaus-Immobilien der Signa Holding des österreichischen Investors Rene Benko. Karstadt und Kaufhof waren bereits in der Vergangenheit durch den erbitterten Wettbewerb mit Online-Händlern in die Krise geraten. Aufgrund der Einnahmeausfälle in der Corona-Krise hatte sich der Konzern dann in die Insolvenz geflüchtet.

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