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Wirtschaftsnachrichten

Gastgewerbe mit neuem Rückschlag - Umsatzminus auch im September

Chairs have been put on the tables at Cafe Utopia three days before German restaurants and bars go under lockdown again as the spread of the coronavirus disease (COVID-19) continues in Frankfurt, Germany, October 29, 2020, REUTERS/Kai Pfaffenbach

Berlin (Reuters) - Das deutsche Gastgewerbe hat im September wieder Einbußen hinnehmen müssen.

Waren die Umsätze im Ferienmonat August noch leicht gestiegen, gab es zum Ende des Sommerquartals ein spürbares Minus, wie das Statistische Bundesamt am Donnerstag mitteilte. Im September sanken die Erlöse der von der Corona-Krise schwer gebeutelten Branche real - also preisbereinigt - um 3,9 Prozent zum Vormonat und um knapp 24 Prozent binnen Jahresfrist. Klammert man jahreszeitliche Schwankungen aus, lagen die Umsätze zudem noch ein Viertel unter dem Niveau von Februar, dem Monat vor dem Ausbruch der Virus-Pandemie in Deutschland.

Das Gastgewerbe leidet extrem stark unter den massiven Einschränkungen der Politik im Kampf gegen die Corona-Krise. In den ersten neun Monaten des Jahres fielen die realen Umsätze bei Hotels und Pensionen um fast 40 Prozent und in der Gastronomie um knapp 30 Prozent. Die Branche insgesamt musste Einbußen von einem Drittel wegstecken. Wegen des Teil-Lockdowns im November müssen Restaurants schließen, und Hotels dürfen keine Touristen beherbergen. Die Branche erhält im Ausgleich zwar Finanzhilfen des Bundes, befürchtet aber eine Schließung über den November hinaus. “Das wäre perspektivisch eine Katastrophe” sagte Hauptgeschäftsführerin Ingrid Hartges vom Branchenverband Dehoga jüngst im Reuters-Interview.

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