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Wirtschaftsnachrichten

DIW - Integration Geflüchteter auf Arbeitsmarkt kommt voran

Painter apprentice Yar Mohammad Haiqar from Afghanistan works at a construction site in Regensburg, southern Germany, April 6, 2016. Painter Anita Brunner, owner of Brunner Painting, hired Haiqar as an apprentice after six weeks of work experience. Haiqar who is in Germany as asylum seeker arrived 2 years ago from Afghanistan. Picture taken April 6, 2016. REUTERS/Michael Dalder

Berlin (Reuters) - Die Integration von Geflüchteten am deutschen Arbeitsmarkt hat sich in den vergangenen Jahren deutlich verbessert.

Lag deren Erwerbsbeteiligung 2016 noch bei durchschnittlich 14 Prozent, sei dieser Wert 2018 auf 43 Prozent gestiegen, geht aus der am Mittwoch veröffentlichten Untersuchung des Deutschen Instituts für Wirtschaftsforschung (DIW) hervor. Diese basiert auf einer repräsentativen Befragung von knapp 8000 Flüchtlingen, die von 2013 bis 2016 nach Deutschland gekommen sind. Gezählt werden sowohl Voll- und Teilzeitbeschäftigung als auch geringfügig Beschäftigte und Auszubildende. Dies sei “durchaus ein Erfolg”, sagte DIW-Expertin Felicitas Schikora. Schließlich seien die Geflüchteten noch nicht lange hier und nicht optimal vorbereitet - etwa aufgrund mangelnder Sprachkenntnisse. Zudem seien Frauen oft mit sehr jungen Kindern hergekommen und deswegen häufig noch nicht aktiv auf Jobsuche.

Die meisten Geflüchteten gehören den Angaben zufolge zur gebildeteren Hälfte in ihrem jeweiligen Herkunftsland. Dazu zählen etwa 75 Prozent der nach Deutschland gekommenen Syrer - der größten Gruppe unten den Asylsuchenden. Das könne sich positiv auf die Integration auswirken. “Aus der Forschung wissen wir, dass Zugewanderte, die in der Herkunftsgesellschaft zur gebildeteren Hälfte gehörten, schneller Deutsch lernen”, sagte DIW-Expertin Cornelia Kristen. Sie seien oft erfolgreicher auf dem Arbeitsmarkt und ihre Kinder erhielten eine bessere Bildung.

In den Schulen sind Kinder und Jugendliche geflüchteter Familien der Studie zufolge meist gut integriert. So äußern sie ein großes Zugehörigkeitsgefühl zu ihrer Schule und nutzen überdurchschnittlich Ganztagsschulen und Hortangebote. Bei freiwilligen Bildungsangeboten seien sie aber noch deutlich unterrepräsentiert, ebenso in Sportvereinen. “Hier sollten Schulen und Vereine noch stärker werben”, sagte DIW-Studienautorin Katharina Spieß. “Denn gerade der gemeinsame Sport in der Schul-AG oder im Verein kann den Austausch zwischen Kindern mit und ohne Fluchthintergrund fördern und so zur Integration beitragen.”

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