November 14, 2018 / 6:53 AM / a month ago

Zeitung - Spahn will günstigere Biotech-Medikamente fördern

German Health Minister Jens Spahn attends the CDU board meeting in Berlin, Germany November 4, 2018. REUTERS/Michele Tantussi

Berlin (Reuters) - Bundesgesundheitsminister Jens Spahn (CDU) will einem Zeitungsbericht zufolge wegen der steigenden Ausgaben der gesetzlichen Krankenkassen für biotechnologisch hergestellte Medikamente den Einsatz preisgünstiger Nachahmerpräparate fördern.

Geplant sei eine gesetzliche Regelung, um die Verbreitung so genannter Biosimilars zu erhöhen, berichtete das “Handelsblatt” am Mittwoch. So sollen Apotheken künftig bei bestimmten Biotech-Medikamenten das günstigere Nachahmerpräparat an die Patienten abgeben müssen, solange der verschreibende Arzt dem nicht ausdrücklich widerspreche.

“Wenn es günstigere Alternativen bei gleich hoher Versorgungsqualität gibt, müssen wir sie nutzen”, sagte Spahn der Zeitung. “Sonst könnten wir das hohe Niveau der Arzneimittelversorgung in Deutschland nicht halten.” Nach Angaben des Gesundheitsministeriums hätten im vergangenen Jahr durch den Einsatz von Biosimilars insgesamt 279 Millionen Euro eingespart werden können.

Schon seit 2002 müssen Apotheken wirkstoffgleiche Nachahmerpräparate an Patienten abgeben, wenn diese billiger als das Original sind. Für biotechnologisch hergestellte Medikamente gilt das aber bislang nicht. Bei Biosimilars handelt es sich um Präparate, die einem Biologikum strukturell ähnlich sind und die gleiche pharmakologische Wirkung ausüben, aber preisgünstiger sind.

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