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Krankenkassen nach drei Quartalen mit 2,52 Milliarden Euro im Plus
December 6, 2017 / 10:59 AM / 11 days ago

Krankenkassen nach drei Quartalen mit 2,52 Milliarden Euro im Plus

Berlin (Reuters) - Die 113 gesetzlichen Krankenkassen haben in den ersten neun Monaten einen Überschuss von rund 2,52 Milliarden Euro erzielt.

Die Johanniter rescue helicopter "Christoph Mittelhessen" is refuelled at the rescue center base in Reichelsheim, Germany October 10, 2015. Rescue helicopter "Christoph Mittelhessen" is not only used for primary emergency missions after accidents or disasters but also to transfer special cases from one hospital to another across Germany due to its spacious passenger and doctor compartment and its long range. Picture taken October 10. REUTERS/Kai Pfaffenbach

Die positive Entwicklung habe sich im Vergleich zum ersten Halbjahr weiter beschleunigt, teilte das Gesundheitsministerium am Mittwoch in Berlin mit. Die Finanzreserven der Kassen hätten sich bis Ende September auf rund 18,6 Milliarden Euro erhöht. Die durchschnittliche Finanzreserve sämtlicher Kassen betrage jetzt knapp eine Monatsausgabe und liege damit fast vier Mal so hoch wie die gesetzlich vorgesehene Mindestreserve.

Die Einnahmen der Kassen stiegen um 4,2 Prozent und die Ausgaben um 3,7 Prozent. 2016 hatten die Kassen im ersten bis dritten Quartal einen Überschuss von rund 1,55 Milliarden Euro erwirtschaftet. Im Gesamtjahr betrug das Plus 1,62 Milliarden Euro, das im laufenden Jahr bereits deutlich übertroffen wurde.

Gesundheitsminister Hermann Gröhe sagte, mit den Finanzreserven hätten viele Krankenkassen gute Spielräume für hochwertige Leistungen bei attraktiven Beiträgen. “Es liegt nun in der Hand der einzelnen Krankenkassen, diese Spielräume im Sinne ihrer Versicherten zu nutzen”, sagte der CDU-Politiker. Es sei richtig gewesen, den Experten im Schätzerkreis zu folgen und den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz abzusenken.

Gröhe hatte Ende Oktober den durchschnittlichen Zusatzbeitragssatz für das Jahr 2018 auf 1,0 Prozent festgesetzt. Zurzeit liegt er noch bei 1,1 Prozent. Jede Kasse kann ihn je nach ihrer Finanzlage aber individuell festlegen. Allerdings setzt die Entscheidung des Ministers die Kassen unter Druck, ihre Beiträge zu senken und im Wettbewerb mit anderen nicht über dem Durchschnitt zu liegen. Den Zusatzbeitrag zahlen die Arbeitnehmer allein. Hinzu kommt der allgemeine Beitragssatz, der per Gesetz bei 14,6 Prozent festgeschrieben ist und den Arbeitgeber und Arbeitnehmer je zur Hälfte zahlen.

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